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| 14:37 Uhr

Fußball
Wie lange sprintet Streli Mamba für Energie?

Streli Mamba hat 19 Tore für Energie erzielt.
Streli Mamba hat 19 Tore für Energie erzielt. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Auf dem Transfermarkt gibt es neue Gerüchte um den Cottbuser Torjäger. Trainer Wollitz spricht erstmals über eine klare Ansage. Von Frank Noack

Bleibt er? Geht er? Oder vielleicht? Die Diskussionen um seine Zukunft gehören bei Streli Mamba scheinbar genauso dazu wie seine unnachahmlichen Sprints, mit denen er oftmals den Gegenspielern auf dem Rasen entwischt. Ob Energie Cottbus seinen besten Torjäger der vergangenen Saison nach dem Aufstieg in die 3. Fußball-Liga halten kann, dürfte in den kommenden Wochen – wieder einmal – zu den heißen Themen auf dem Transfermarkt gehören.

Das gleichnamige Internet-Portal hatte am Wochenende berichtet, dass dem 23-jährigen Stürmer angeblich zwei konkrete Anfragen aus der 2. Liga vorliegen. Aber es sind nicht die einzigen Interessenten für Streli Mamba.

Bei Energie Cottbus sieht man die sich aufschaukelnden Gerüchte um den 19-Tore-Mann der zurückliegenden Regionalliga-Spielzeit derzeit noch recht gelassen. Zumal die Verantwortlichen im Stadion der Freundschaft ahnen, dass das Thema Mamba auch in den nächsten Wochen wohl ein Thema bleiben wird. Trainer Wollitz sagte am Wochenende der RUNDSCHAU: „Bevor es in die heiße Saisonphase mit dem Pokalfinale und den beiden Aufstiegsspielen ging, habe ich der Mannschaft gesagt: ‚Wer im Sommer gehen will, der kann gehen. Dann werden wir eine für alle Seiten vernünftige Lösung finden.‘ Es ist damals aber kein Spieler zu mir gekommen und hat gesagt, dass er weg will.“

Also auch Streli Mamba nicht. Hintergrund für die deutliche Ansage des Coaches ist die Tatsache, dass sich nahezu alle Verträge durch den Aufstieg automatisch verlängert haben. Es stand also die Befürchtung im Raum, dass der eine oder andere Spieler sich womöglich hängen lassen könnte, um im Falle des Nichtaufstieges dann ablösefrei zu einem höherklassigen Verein wechseln zu können.

Letztlich erwiesen sich diese Befürchtungen aber als gegenstandslos. Energie gewann sowohl das Pokalfinale gegen den SV Babelsberg und schaffte in den beiden Partien gegen Weiche Flensburg auch den Aufstieg in die 3. Liga. Aber: Von diesen Erfolgen haben natürlich auch andere Vereine Notiz genommen – so wie eben im Fall von Streli Mamba.

Nach RUNDSCHAU-Informationen gab es inzwischen auch eine, allerdings lose Anfrage aus dem Ausland. Im April hatte bereits Zweitliga-Aufsteiger SC Paderborn die Möglichkeiten eines Transfers sondiert. Zumal der Torjäger in der Vergangenheit auch seine Arbeitgeber mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit gewechselt hat. Seit dem Beginn der Karriere in der U17 des VfB Stuttgart hat der gebürtige Göppinger schon für insgesamt neun Vereine gespielt.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht für den FC Energie. So lange wie in Cottbus hat es Streli Mamba noch nirgendwo ausgehalten: nämlich ganze zwei Jahre! Und es gibt einen gültigen Vertrag für die kommende Saison in der 3. Liga. Es gibt ohnehin nicht wenige Beobachter, die ihm raten, dass in der seit zwei Jahren gewachsenen Mannschaft auch er sich am besten weiterentwickeln und an seinen taktischen sowie fußballerischen Schwächen arbeiten kann. Immerhin hat der Feinschliff am Sturm-Juwel ­Mamba gerade erst begonnen. In puncto Geschwindigkeit ist der Torjäger sowieso über jeden Zweifel erhaben.

Die letzte öffentliche Äußerung von Streli Mamba zu seiner Zukunft ist schon ein paar Tage alt. Inmitten der feucht-fröhlichen Aufstiegsfeier nach dem Heimspiel gegen Flensburg sagte er auf RUNDSCHAU-Nachfrage: „Das ist eine Frage, die kann ich heute nicht beantworten. Ich will erstmal feiern, dann werden wir sehen, was passiert.“

An diesem Stand hat sich im Prinzip nichts geändert. Mit einer Ausnahme: Die Gerüchte um Mamba haben seitdem stetig zugenommen. Bleibt er? Geht er? Oder vielleicht? Die Antwort wird wohl noch einige Wochen auf sich warten lassen. Denn Transferschluss ist schließlich erst am 31. August.