| 17:25 Uhr

Fussball
Das "Krieschow aus Berlin" und ich

FOTO: Sebastian Schubert / LR
Früher hat RUNDSCHAU-Volontär Steven Wiesner selbst für die VSG Altglienicke gespielt. Jetzt staunt er über den Daueraufstieg seines Ex-Vereins. „Das Wort zum Spieltag“ vor dem Duell gegen Energie Cottbus. Von Steven Wiesner

Altglienicke gegen Cottbus. Ein komisches Duell. Auch für mich. Drei Jahre lang habe ich ab 2009 selbst das VSG-Trikot vollgeschwitzt und durfte Teil dieser ungewöhnlichen Geschichte werden, die das Dörfchen am Stadtrand von Berlin ­geschrieben hat.

Als ich mich Altglienicke anschloss, war der Verein gerade der 8. Liga entkommen und Energie aus der Bundesliga abgestiegen – heute treffen die beiden Clubs erstmals seit Menschengedenken in einem Liga-Spiel aufeinander. Kaum ein Verein hat die Dynamik der Aufstiegsregelung im vergangenen Jahrzehnt so genutzt wie die Köpenicker. Ihr Werdegang ist vielleicht noch vergleichbar mit dem des VfB Krieschow.

Vor zehn Jahren sahen die Zuschauer in ­Altglienicke noch Kreisliga-Gestolpere, doch sechs Aufstiege später bejubeln sie nun keine No-Names mehr wie mich, sondern Mattuschka und Sanogo. Nur ein Mitspieler von 2009 gehört noch immer zum Aufgebot.

Ich dagegen werde mir dieses historische Duell von der Tribüne aus anschauen – und es wahrscheinlich auch ­danach noch komisch finden.