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| 13:16 Uhr

Mehr Kontrollen
Weniger Mängel bei Lebensmitteln in Sachsen

Auch verstärkte Lebensmittelkontrollen tragen dazu bei, das die Produkte eine bessere Qualität haben.
Auch verstärkte Lebensmittelkontrollen tragen dazu bei, das die Produkte eine bessere Qualität haben. FOTO: dpa / Jens Büttner
Plauen. Die Verbraucher verlassen sich auf sichere Lebensmittel. Hersteller, Händler, Betriebe und Gastronomen werden regelmäßig kontrolliert. Wie steht es um Hygiene und Kennzeichnung?

Die meisten Lebensmittel in Sachsen sind sicher. Laut dem Bericht zur amtlichen Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung 2017 wurden in nur 3,7 Prozent der mehr als 37 000 kontrollierten Firmen relevante Mängel oder Verstöße festgestellt - meist wegen Kennzeichnung oder Zusammensetzung der Lebensmittel sowie Hygiene. „Das zeigt einmal mehr, dass sich die überwiegende Mehrheit der Lebensmittelunternehmen an geltendes Recht hält“, sagte Verbraucherschutzministerin Barbara Klepsch (CDU) am Montag bei der Vorstellung des Berichts in der Studienakademie Plauen.

Im Zuge des Fipronil-Skandals wurden 112 Proben untersucht - etwa Flüssigei, Nudeln, Backwaren, Feinkostsalate, Eierlikör und Geflügel. Drei waren „nicht verkehrsfähig“: gekochte und geschälte Eier sowie ein Volleipulver. Das Thema bleibt laut Klepsch präsent, Sachsen sei aber vom neuerlichen Auftauchen belasteter Eier aus den Niederlanden bisher nicht betroffen.

Nach dem Fund von Rückständen unerlaubter Pflanzenschutzmittel in Wein Ende 2015 wurden laut dem Bericht 333 Proben untersucht – und in 36 Fällen Dimethoat und/oder Iprodion gefunden. Betroffen waren sechs Erzeuger. Die große Mehrheit der Betriebe arbeitet laut dem Bericht „rechtskonform“.

Aus dem Verkehr gezogen wurden eine Zwiebelmettwurst mit Salmonellen, eine Paprikasalami mit spitzem rostigen Draht und Matcha-Tee mit zu hohem Aluminiumgehalt. Wegen fehlerhafter Kennzeichnung wurden verschiedene Brotaufstriche beanstandet. Auch Fertiggerichte und Speisen von Döner-Kebab bis Beefsteak waren falsch oder irreführend gekennzeichnet, vier Tätowiermittel aus den USA gar gesundheitsschädlich.

Insgesamt wurden mehr als 21 000 amtlich entnommene Proben analysiert. Die „routinemäßige“ amtliche Lebensmittelüberwachung erfasste 55 Prozent der rund 66 000 Betriebe und damit gut 1000 mehr als 2016. Im Jahr zuvor waren 4,3 Prozent der Proben auffällig. Die engagierte, zuverlässige und fachkundige Arbeit der Kontrolleure trage dazu bei, „dass die sächsischen Verbraucher gesundheitlich unbedenkliche und korrekt gezeichnete Lebensmittel erwerben und verzehren können“, betonte Klepsch.

(dpa)