| 13:29 Uhr

Energiewende
EU will bei Strukturwandel helfen

Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber: „Die EU-Förderregularien müssen vereinfacht werden.“ Foto: dpa
Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber: „Die EU-Förderregularien müssen vereinfacht werden.“ Foto: dpa FOTO: Bernd Settnik / picture alliance / ZB
Cottbus/Straßburg. Die Lausitz gehört jetzt mit 42 Regionen aus elf Mitgliedsstaaten zur europaweiten Kohleplattform. Brandenburgs Minister Albrecht Gerber fordert einfachere Förderregularien von Brüssel. Von Christian Taubert

Die Europäische Union wird den Strukturwandel auch in der Lausitz unterstützen. Wie Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber am Dienstag gegenüber der RUNDSCHAU erklärte, sei in Straßburg eine europaweite Kohleplattform gegründet worden. Ihr gehören 42 Regionen aus elf Mitgliedsstaaten an.

Nach Angaben des SPD-Politikers werde bei der EU zwar noch darüber entschieden, ob bestehende Förderprogramme angepasst oder neue Programme aufgelegt werden. Die rumänische EU-Kommissarin für Regionalpolitik Corina Creţu habe jedoch deutlich gemacht, dass es um die Förderung von Projekten gehen werde. Mit seiner Forderung, die EU-Förderregularien einfacher und handhabbarer zu gestalten, hat Gerber Anklang bei den Teilnehmern gefunden.

Bereits im Februar will Brandenburg in Abstimmung mit Sachsen in einer zugleich gegründeten EU-Arbeitsgruppe konkrete Vorhaben vorlegen. Auf der gemeinsamen Sitzung der Regierungen aus Dresden und Potsdam im Juni in Großräschen war bereits eine umfangreiche Projektliste verabschiedet worden.

Der Minister schildert zugleich, dass Regionen aus Nordgriechenland und Polen auf einen längeren Übergangszeitraum gedrungen haben. Das decke sich mit der Sicht beider Landesregierungen, „dass für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung vorerst weiterhin ein Mix aus konventionellen und erneuerbaren Energien nötig ist“, sagte Gerber.