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Problem gelöst?
Der Problemwolf von Weißkeißel lebt nicht mehr

Nachdem ein Problemwolf zwei Hunde totgebissen hat, musste er nun selbst „ins Gras“ beißen.
Nachdem ein Problemwolf zwei Hunde totgebissen hat, musste er nun selbst „ins Gras“ beißen. FOTO: Julian Stratenschulte / dpa
Görlitz. Ein Wolf, der in bei Weißkeißel und Krauschwitz im Landkreis Görlitz Hunde auf Grundstücken angegriffen hatte, lebt nicht mehr. Er sei am Freitagmittag „entnommen“ worden, teilte das Landratsamt mit.

Das Tier wird nun dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin zur weiteren Untersuchung übergeben, hieß es. Wo und auf welche Art und Weise der Wolf aus dem wald geholt wurde, dazu machte die Behörde keine Angaben. Eine Nachfrage beim Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ blieb ebenfalls ohne Erfolg. Dort hieß es lediglich: „Darüber liegen uns noch keine Informationen vor.“

Das kranke Tier, das Ende Dezember 2017 in Krauschwitz und Weißkeißel zwei Hunde getötet hat und mehrfach in der Nähe von oder auf Grundstücken gesichtet wurde, und somit für Unruhe und Angst sorgte, stammte mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Wymiarki-Rudel (Wiesau in Westpolen). Vor einem Jahr war er im Rahmen des Monitorings kurzzeitig im Kerngebiet des Nochtener Rudels nachgewiesen worden, so das Kontaktbüro.

Nach den Angriffen war eine „Entnahme“ des Wolfes vom Landkreis beantragt und vom Umweltministerium in Dresden genehmigt worden.

(ni)