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Aktion
Großbaustelle für Lego-Fans

Während Philine (6) weiter am Schwimmbad baut, errichten Malte, Oskar sowie Luise Fichtner und Lars Miesner ihr künftiges Wohnhaus.
Während Philine (6) weiter am Schwimmbad baut, errichten Malte, Oskar sowie Luise Fichtner und Lars Miesner ihr künftiges Wohnhaus. FOTO: Anja Guhlan
Spremberg. Mehr als 80 Kinder und Jugendliche wurden bei den Lego-Kreativ-Tagen der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Spremberg zu kleinen Baumeistern. Von Anja Guhlan

Sie sind klein, farbig und können in unzähligen Varianten zusammengesetzt werden. Nahezu 20 Kisten voll mit mehreren tausend Lego-Bausteinen stehen im Saal der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) in der Heinrichstraße, die  sich für drei Tage in eine Großbaustelle verwandelte.  Insgesamt zehn Stunden lang konnten mehr als 80 Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis zwölf Jahren nach Herzenslust die Lego-Steine zusammensetzen.

„Wir wollen die Kinder einfach zum Spielen animieren“, kommentiert Prediger Andreas Heydrich das Ziel der Lego-Kreativ-Tage. Am Samstag konnten die Teilnehmer sogar ihre Eltern und Familien mitbringen, um gemeinsam zu spielen. „Unsere Absicht ist es auch, Eltern die Möglichkeit zu geben, gemeinsam mit ihren Kindern beim Lego-Spielen Zeit miteinander zu verbringen“, so Heydrich.

Da haben sich Luise Fichtner (33) und Lars Miesner (32) nicht lange bitten lassen. Gemeinsam mit dem sechsjährigen Sohn Malte und seinem gleichaltrigen Freund Oskar fing die Familie im Großbaustellen-Saal an zu bauen. Gemeinsam wurde die Idee entwickelt, das künftige Wohnhaus der Familie zu konstruieren. „Wir wollen  mal ein Haus bauen und da dachten wir,  bauen wir einfach ein Modell“, erzählt Luise Fichter. Das Erdgeschoss ist schon errichtet, Fenster und Türen sind eingebaut, nun richtet Malte gerade sein Zimmer im Obergeschoss ein. Dann setzen alle das Dach drauf. Und das ganz ohne Bauzeichnung. Ob das gut geht? Ein roter Stein nach dem anderem wird darauf gesetzt. „Die gemeinsame Spielzeit macht Spaß“, sagt Malte, und  Vater Lars nickt.

Nebenan haben Heidi (11) und Philine (6) ein Schwimmbad errichtet. Da schwimmen auf dem blauen Plastikgrund sogar kleine Lego-Figuren. „Nun soll noch eine Rutsche entstehen“, sagt Heidi. Philine zeigt indessen auf den schon fertig erstellten Pferdestall, der eine schwarz-weiße Maserung erhalten hat. 21 Lego-Pferde passen hinein.

Bei Familie Fischer geht es es derweil hoch hinaus. Während Samuel (9) und Miriam (7) einen hohen weißen Turm errichten, bastelt Vater Robert an der  „Golden Gate Bridge“ (Brücke in San Francisco, Kalifornien) als Lego-Nachbildung. „Die Kinder hatten es sich so sehr gewünscht, dass wir diese Brücke bauen“, erzählt Mutter Stefanie  Fischer. Nun bleibt die restliche Detailarbeit am Vater hängen. „Dennoch bereitet uns das Lego bauen mit der Familie große Freude. Hier hat man doch viel mehr Platz als zu Hause und auch viel mehr Möglichkeiten durch die Vielzahl der Steine und Figuren“. Am Nachbartisch werkeln Timon (12), Jan (11) und Noah (9) an einem Kreuzfahrtschiff, das gerade in der Nähe eines Strandes anlegen will. Während Jan mit vielen weißen Steinen noch den Schiffskörper aufbaut, errichtet Noah eine Schiffsanlegestation. „Das ist manchmal eine ganz schöne Fummelarbeit.  Vorhin war etwas instabil, so dass wir es gleich wieder auseinander bauen mussten“, ärgert sich der zwölfjährige Timon. Dennoch haben die Jungs am Ende eine statisch gesehen stabile Lösung gefunden.

„Ich bin erstaunt, wie Lego immer die Kinder verbindet. Die Kinder sind kreativ und zeigen, welche Ideen in ihnen stecken“, sagt Andreas Heydrich. Am Ende wurden alle Lego-Werke fotografisch festgehalten, bevor dann die Abrissbirne wartete.  Im Herbst soll es dann die nächsten Lego-Kreativ-Tage in der LKG geben.

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