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Projekt des Laga-Vereins
Ein Stück Stadtgeschichte kehrt zurück

Das Friedhofsportal wurde am Sonnabend wiedereröffnet.
Das Friedhofsportal wurde am Sonnabend wiedereröffnet. FOTO: Detlef Bogott
Spremberg . Wiedererrichtung des Friedhofsportales war Herzenswunsch vieler alteingesessener Spremberger.

Ein Stück Geschichte der Stadt Spremberg konnte am Samstagvormittag der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das Eingangsportal des ehemaligen um das Jahr 1928 angelegten Friedhofes auf dem Georgenberg wurde feierlich eingeweiht. Zu diesem Ereignis konnte Frank Meisel, Vorsitzender des Laga-Vereins, den Filialleiter der Sparkassendirektion Spremberg und Hauptsponsor Jörg Schneider sowie den Hauptinitiator vom Georgenbergverein Rüdiger Bayer begrüßen. In seiner Rede betonte Frank Meisel, dass dieses Gemeinschaftsprojekt des Fördervereins und des Georgenbergvereines mit Unterstützung der Stadtverwaltung und der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Spree-Neiße realisiert werden konnte.

Wie schon beim Sängerpavillon war auch am Friedhofsportal außer den Fundamenten nichts mehr vorhanden. An Hand von Bilddokumentatin wurden die Baupläne erarbeitet und, soweit es ging, dem Original nachempfunden. Die ursprüngliche Gestaltung erwies sich sogar als sehr genau.  Mit der Ausführung des Projektes soll der ehemalige Zugang zum Georgenberg am nördlichsten Punkt des Stadtparkes in der Nähe des Germaniasteines wieder hergestellt werden. An dieser Stelle führt eine schmale Rampe aus Feldsteinen zum Stadtpark hinauf. Von den ehemaligen Torpfeilern waren nur noch Reste der Fundamente vorhanden. Dadurch aber wurde es möglich, den genauen Standort der Lage und den Abstand zwischen den Pfeilern festzustellen. Die ehemals vorhandenen Torflügel werden in dem Projekt nicht wieder hergestellt.

Diese Randbedingungen veranlassten die untere Denkmalbehörde, auf Antrag der Stadt dem Verein die Genehmigung zu erteilen. Die Wiedererrichtung, so Frank Meisel, war ein Herzenswunsch vieler alter Spremberger. Ein historisches Teilstück aus früheren Zeiten ist für neue Generationen wieder sichtbar sowie Dokumentation und Zeugnis.

Dieses Projekt passt perfekt in die Aktivitäten des Laga-Vereins, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Stadt für die Einheimischen und ihre Gäste attraktiver zu gestalten. Schwerpunktmäßig entfaltet der Verein dabei seine Aktivitäten auf dem Georgenberg. Hier konnte der Verein nun an bisherige erfolgreiche Projekte wie die Erneuerung des Jungstielbrunnens, des Sängerpavillons sowie dem langsam wachsenden Lapidarium in der Nähe des Bismarckturmes anknüpfen.

Auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten zur Verschönerung des Stadtparkes entstanden vor geraumer Zeit auch Überlegungen der Vereinsmitglieder, ein Augenmerk auf die ehemalige St.-Georg-Kapelle auf dem alten Friedhofsareal zu werfen. Auch hierzu gibt es Ideen und Vorschläge.

Errichtet hat das Friedhofsportal die Firma Eggert Bau aus Spremberg. Die Kreuze hat Erhard Merkel, Schmiedemeister aus Friedrichshain, angefertigt.  Die Blechabdeckungen der Pfeiler wurden vom Metallbau Horst Pruss, Inhaber René Pruss Spremberg hergestellt. Die Anfertigung der Schilder für Pfeiler und Eingang übernahm die Firma Metall-Form-Technik GmbH aus Kolkwitz. Die Vorbereitungen inklusive der denkmalrechtlichen Erlaubnis hatte Rüdiger Bayer vom Georgenbergverein übernommen. Eine gute Zusammenarbeit gab es mit der Stadtverwaltung Spremberg, insbesondere mit Dorita Drews, der Fachbereichsleiterin Grünwesen. Von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises gab es ebenfalls Unterstützung.