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| 14:33 Uhr

Fußball-Landesliga
Hohenleipisch verzweifelt an Kolkwitz

Tom Richter (M.) vom VfB Hohenleipisch bei einer Tormöglichkeit.
Tom Richter (M.) vom VfB Hohenleipisch bei einer Tormöglichkeit. FOTO: Frank Thiemig
Fußball-Landesliga Süd. Die Defensive des KSV zeigt sich stark und lässt kein Tor zu. Brieske Senftenberg mit Punkt in Wildau. Von Marco Kloss und Frank Thiemig


SG Phönix Wildau – FSV Brieske/Senftenberg 2:2 (2:0). T: 1:0 Phillip Lucke (17.), 2:0 Philip Damm (33.), 2:1 Izzet Özcelik (47.), 2:2 Michael John (73.), SR: Hannes Muhme (Berlin), Z: 72.

Mit den Ausfällen von Rietschel und Heine dezimierte sich der Kader der Knappen. Mit gutem Beginn machten die Gäste Hoffnung, als erst ein Freistoß von Natusch durch Malinski verpasst wurde und Bubner gegen Bonkowski scheiterte. Auch die Folgeaktionen sahen bei den Gästen gut aus, doch auch Natusch, der knapp vorbei schoss, verpasste die mögliche Führung. Als Neumann für die Hausherren gegen Ehrlich scheiterte, wurde ein Freistoß im ersten Versuch von den Knappen abgewehrt. Doch aus 22 Metern war es Lucke, der den Ball in den linken Dreiangel setzte. Die nun verhalten auftretenden Gäste waren durch Voigtländer John weiterhin in der Offenisve präsent, den Treffer erzielten aber die Hausherren. Ein Ballverlust im Mittelfeld verteidigte Malinski ungenügend und Damm durfte das 2:0 markieren.

Die Knappen gaben sich noch nicht geschlagen und kamen mit dem Anschlusstreffer aus der Kabine. Auf Flachpass von Jautze nutzte Özcelik den Freiraum zum 2:1. Brieske blieb nun am Drücker und musste bis Mitte der zweiten Halbzeit warten, um den Lohn in Form des 2:2 einzuholen. Technisch wunderbar ließ John den Ball von der Brust abtropfen und versenkte ihn zum Ausgleich. Die Hausherren wollten nach dem Ausgleich zurück auf die Erfolgsspur und nutzten einen zu kurzen Rückpass von Lischka fast zur erneuten Führung. Auch ein Trio von Ecken in der Nachspielzeit blieb nicht ungefährlich, doch am Ende blieb es bei der Punkteteilung.

Blau-Weiß Vetschau – FV Erkner 1:4 (1:2). T: 0:1 Sven Paprotny (7.), 0:2 und 1:4 Robert Szczegula (33./59.), 1:2 Eduard Gutar (43.), 1:3 Simon Pille (54.), SR: Andras Donhauser (Königs Wusterhausen), Z: 67.

Die Gäste nutzten die höhere Fehlerquote von Vetschau gnadenlos aus. Die Hausherren taten sich in der ersten Halbzeit gegen konterwillige Gäste schwer. Der Anschlusstreffer der Blau-Weißen kam etwas überraschend vor der Pause und kurz nach der Pause verpasste Gutar den Ausgleich, ehe die Gäste innerhalb weniger Minuten auf 1:4 stellten.

VfB Hohenleipisch 1912 – Kolkwitzer SV 1896  0:0. S: Hebbe (Michendorf);  Z: 107.

VfB Hohenleipisch: Drangosch - Rink, Schiffner, Stern (66. Erken), Bischof - Ayata, Wenzel, Schüler, P. Werner - Roigk (90. Buchwald), Richter. Kolkwitzer SV: Räckel - Forstreuter, Brincker, Goertz, Kuba (66. Richter), Streich - Jähne, Helbig, Kaiser, Machate (59. Schreiber) - Bagola (87. Lehnik)

Aus der Kategorie „Unklar, wie dieses Spiel nicht gewonnen werden konnte“ war die Partie gegen extrem harmlose, aber aufopferungsvoll verteidigende Kolkwitzer ein weiterer Saisonbeitrag der VfB-Mannschaft. Pausenlos rannten die Hohenleipischer von der ersten Minute an in Richtung KSV-Tor, brachten die Kugel aber nicht unter. Mit Pfosten- und Lattentreffern war auch etwas Pech dabei, insgesamt aber fehlte es an Durchschlagskraft, Präzision und Ideen gegen die Abwehr der Gäste, die nicht einen einzigen Schuss auf das Drangosch-Gehäuse abgaben. „Wir hatten gehofft, vielleicht etwas mitzunehmen und sind sehr zufrieden mit dem Punkt“, freute sich Teammanger David Brincker, der selbst in der zeitweilig aufgestockten KSV-Sechserkette stand.

Immer wieder gab es auch dicke Luft vor dem Kolkwitz-Tor, jedoch überstanden die Gäste mit Glück und Geschick auch immer wieder diese heiklen Situationen. Nachdem Richter mit der ersten VfB-Möglichkeit (25.) und Schüler aus der Distanz (33.) das Tor knapp verfehlt hatten, ließen gleich drei Einheimische aus nächster Nähe die Führungschance aus (34.). Kurz darauf landete Schülers Ball an der Latte (38.), parierte Räckel mit seiner besten Tat einen Klasse-Schuss von Richter (40.) und konnte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte bei Ayatas Pfostenknaller nur zuschauen.

Im zweiten Abschnitt setzte sich das Spiel auf ein Tor fort und die Hohenleipischer rannten unermüdlich, feuerten sich gegenseitig an. Allein die Umsetzung wollte nicht gelingen. Dabei gab es reichlich Tor-Gelegenheiten. Werners Kopfball parierte der Keeper und der straffe Nachschuss von Richter ging drüber (54.). Auch gegen Wenzel war der Tormann nach Freistoßflanke einen Ticken eher am Ball (60.). Dann war er doch geschlagen, aber der gerade eingewechselte Richter rettete erst gegen den Bischof-Kopfball auf der Linie (69.) und dann noch gegen seinen Hohenleipischer Namensvetter am kurzen Pfosten (71.). Exemplarisch dafür, dass die VfB-Elf wahrscheinlich noch ewig hätte spielen können, ohne ein Tor zu erzielen, war die 84. Minute: Paul Werner nahm eine Diagonalflanke aus zehn Metern halblinks direkt, machte dabei alles richtig, allerdings klatschte der Ball an den Querbalken. Eine sehenswerte Volleyaktion, allemal ein Tor wert. Jedoch blieb dem VfB-Kapitän sein dreizehnter Saisontreffer und seiner Mannschaft der Sieg verwehrt.

Durch die verschenkten Punkte rutscht der VfB, der nun drei Auswärtsspiele in Folge vor sich hat, auf Platz sieben. Kolkwitz bleibt auf dem abstiegsgefährdeten drittletzten Rang.