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| 15:30 Uhr

Stadtwald Calau
Gutes Wirtschaftsjahr für Calauer Revierförsterei

Im Calauer Stadtwald wird nicht nur gefällt. Bürgermeister Werner Suchner (r.) und Stadtverordneter Matthias Kurth (l) pflanzten jüngst den Baum des Jahres, die Ess-Kastanie.
Im Calauer Stadtwald wird nicht nur gefällt. Bürgermeister Werner Suchner (r.) und Stadtverordneter Matthias Kurth (l) pflanzten jüngst den Baum des Jahres, die Ess-Kastanie. FOTO: LR / Stephan Meyer
Calau. Durch Holzverkauf konnten Erlöse in Höhe von 44 000 Euro erwirtschaftet werden. Von Stephan Meyer

Der Calauer Stadtwald ist in einem guten Zustand. Das bestätigte der Revierförster Michael Freund beim jüngsten Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus. Im ersten Teil des Ausschusses stand eine Begehung der Calauer Herrenheide an. Dabei informierte Freund die Mitglieder des Ausschusses auch über das vergangene Wirtschaftsjahr des Försterei Reviers.

2017 konnte die Försterei 2000 Festmeter Holz verkaufen und Erlöse in Höhe von 44 000 Euro erwirtschaften. Bei den Fellarbeiten sind jedoch Probleme aufgetreten, wie Revierförster Michael Freund berichtete. Die beauftragte Firma war im Verzug, da sie zur Beseitigung von Sturmschäden andernorts eingebunden war. Doch die Försterei erhielt zum Ausgleich eine Abschlagszahlung.

Die Jagdsaison im Stadtwald fiel hingegen dürftig aus. Lediglich 17 Rehe, zehn Wildschweine und zwei Rothirsche wurden durch Jäger erlegt. Für die Größe des Waldgebiets seien sehr wenig Rehe gestreckt worden, so Freund. Der Stadtwald hat eine Gesamtgröße von 420 Hektar. Die Herrenheide nimmt davon 86 Hektar ein. Auch wenn der Großteil des Stadtwaldes in einem guten Zustand ist, machte der Revierförster auch auf Schwierigkeiten aufmerksam. So sind mehrere Kiefern in der Herrenheide von einem Pilz befallen und leiden unter Kieferntriebsterben. „Wir hoffen das in Griff zu kriegen“, erklärte Freund. Damit sich der Pilz nicht auf andere Bäume ausweitet, fällt die Revierförsterei trockene und kranke Bäume.

Gleichzeitig war der Wirtschaftsausschuss Anlass für die Pflanzung des Baum des Jahres, die durch den Bürgermeister Werner Suchner (parteilos) und den Stadtverordneten Matthias Kurth (CDU) vorgenommen wurde. Dieses Jahr fiel die Wahl auf die Esskastanie. Der ehemalige Revierförster Siegfried Berndt erklärte, dass die Pflanze aus Südeuropa kommt und mediterrane Temperaturen bevorzugt. Da, durch den Klimawandel, die Temperaturen gestiegen sind, könne sich die Ess-Kastanie hier etablieren, so Berndt. Jeden Oktober wird der Baum des Jahres von einer Stiftung und einem Fachbeirat für das darauffolgende Jahr bestimmt.