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| 14:18 Uhr

Lübbenau
Was ist denn heut’ bei Findus los?

In Lübbenau ist der bundesweit durchgeführte Tag der Städtebauförderung mit Musik und Tanz eröffnet worden. Vorschulkinder und Erzieherinnen der Kita Findus feierten ihre neu gestaltete Außenanlage, die nun mit einsetzender Vegetation ihre volle Pracht entwickelt.
In Lübbenau ist der bundesweit durchgeführte Tag der Städtebauförderung mit Musik und Tanz eröffnet worden. Vorschulkinder und Erzieherinnen der Kita Findus feierten ihre neu gestaltete Außenanlage, die nun mit einsetzender Vegetation ihre volle Pracht entwickelt. FOTO: Uwe Hegewald
Lübbenau. Lübbenauer Kita „Findus“ beteiligt sich am bundesweiten Tag der Städtebauförderung. Sie hat am Samstag eingeladen, die Außenanlagen zu besichtigen.

Wenn Kinder an einem Wochenende früh aus den Federn springen und mit ihren Eltern zur Kindertagesstätte aufbrechen, muss das einen triftigen Grund haben. Zu erleben war das am Samstag in der Lübbenauer Kita Findus, in der Alexander-von-Humboldt-Straße.

Der Grund war der Tag der Städtebauförderung, der bundesweit zum vierten Mal ausgetragen wurde. Am Beispiel der Außenanlagen-Gestaltung der Einrichtung konnten Besucher erfahren, welche Strategien und Maßnahmen mit der Städtebauförderung verfolgt werden. „Seit 1992 sind 40 Millionen DM beziehungsweise Euro in städtische Bauprojekte geflossen. Hinzu kommen noch private Investitionen in Größenordnungen“, informierte Peter Brandt, Bereichsleiter Stadtplanung/Tiefbau beim Treffen auf der Anlage.

Eingeweiht wurde das 2500 Quadratmeter große Areal bereits zum 5. Lichterfest der Kita Findus im November vorigen Jahres. Rund 500 000 Euro sind in die Umgestaltung des Spielparadieses unter freiem Himmel geflossen. Spielgeräte, Sandgruben, kleine Hütten oder eine überdachte Lernstube mit großflächigen Schultafeln prägen das Areal. Als absoluter Hingucker gilt der inzwischen grüne Fußball-Rasenplatz mit umgebener, asphaltierter Rollerbahn, die den Charakter eines Mini-Stadions aufweisen. Wie Einrichtungsleiterin Dorit Graßmann mitteilt, hätten sich die 124 Kinder bereits während der Bauarbeiten die Nasen an den Fensterscheiben plattgedrückt und die Baustelle zur Schausteller erhoben.

Mit einem unterhaltsamen Tanz- und Musikprogramm bedankten sich Knirpse der Vorschulgruppe für das Geschaffene. „Die Vogelmama singt ihr Vogelbaby in den Schlaf; der Vogelpapa staunt, wie ist das Kind so lieb und brav“, trällerten sie beim Kinderlied „Bei uns in der Kita“. Mit Blick auf dem erhabenen Baumbestand schöpften Zuhörer den Verdacht, Rolf Zuckowski müsse diesen Song in der Lübbenauer Kita Fundus vertont und getextet haben. „Der vorhandene Baum- und Gehölzbestand ist äußerst selten, prägend und ein absoluter Glücksfall“, erklärte Christine May von den May-Landschaftsarchitekten Dresden. „Wir hatten große Freude, an diesem Projekt mitgewirkt zu haben, das bereits vor zwei Jahren angeschoben wurde“, so die Diplom-Ingenieurin.

Lobend hob die Elbestädterin die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Lübbenau und der Kita Findus hervor. „Bereits während der Planungsphase gab es Workshops mit Kindern und einen regen Gedankenaustausch mit den Erzieherinnen. Letztendlich lief alles darauf hinaus, individuelle Spielgeräte zu etablieren, die nicht aus irgendeinem Standard-Katalog stammen“, fasste Christine May zusammen. Auch habe das Büro mit der bauausführenden Galabau & Erden Tuschka GmbH aus Vetschau eine sehr solide Zusammenarbeit erfahren.

Für die Stadt Lübbenau war es die dritte Teilnahme am bundesweit durchgeführten Tag der Städtebauförderung. Mit den Projekten Soziale Stadt, Altstadtsanierung und dem Stadtumbau seien alle drei Förderkulissen bedient worden. Drei Worte genügten Peter Brandt, um die erlebten Momente zu beschreiben: „Ein wunderschöner Tag“, sagte der Bereichsleiter Stadtplanung/Tiefbau, der es auch nicht vergaß, dem elfköpfigen Ensemble eine angemessene Gage zu bezahlen. Jedem der singenden Mädchen und Jungen überreichte er Seifenblasen-Sets und würzte die Geste mit einer Prophezeiung, die die Findus-Belegschaft nur allzu gern hörte: „Wenn ich noch einmal geboren werde, möchte ich in diese Einrichtung mit seiner einzigartigen Außenanlage angemeldet werden.“