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| 14:13 Uhr

Landwirtschaftsausstellung in Paaren/Glien
Spreewald-Züchter zeigen Uckermärker

Der Kemmener Rinderzüchter Peter Schollbach führt Uckermärker-Kuh Svea zum Transportfahrzeug, das die Tiere zur Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung in Paaren/Glien bringt.
Der Kemmener Rinderzüchter Peter Schollbach führt Uckermärker-Kuh Svea zum Transportfahrzeug, das die Tiere zur Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung in Paaren/Glien bringt. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Kemmen/Paaren/Glien. Die 28. Brandenburger Landwirtschaftsausstellung (BraLa) ist am Donnerstag in Paaren/Glien (Havelland) eröffnet worden. Dort präsentieren etwa 70 Züchter rund 160 Rinder. Aus dem Spreewald kommen leistungsfähige Uckermärker. Von Daniel Preikschat

So ganz geheuer ist Uckermärker-Kuh Svea dieser Stall auf Rädern nicht. Doch dem Kemmener Züchter Peter Schollbach gelingt es, das über eine halbe Tonne schwere Tier mit sicherer Hand und gutem Zureden in das Transportfahrzeug zu bugsieren. Dort stehen bereits zwei Jungrinder und eine weitere Kuh mit Kalb. Sechs Rinder insgesamt lässt der Landwirt aus dem Calauer Ortsteil nach Paaren/Glien transportieren.

Dort wird Schollbach seine Uckermärker am Sonnabend den Wertungsrichtern vorführen. Der Kemmener rechnet sich Chancen aus auf einen Preis. Sieger oder Reservesieger in einer Altersklasse dürften seine Rinder aber wohl nicht werden. Da müsse man realistisch sein angesichts der vielen sehr schönen Uckermärker, die gezeigt werden. Züchter aus der Region sind dabei stark vertreten, wie dem Fleischrinder-Ausstellungsverzeichnis des Veranstalters zu entnehmen ist. Die Kaschke GbR aus Kolkwitz und Züchter Volker Naschke aus Schenkendöbern (Spree-Neiße) sind ebenso dabei wie die Lapro Ossak GmbH aus Sonnewalde (Elbe-Elster) und eben das Gut Kemmen (Dahme-Spreewald).

Für Peter Schollbach – und damit spricht er wahrscheinlich auch im Namen anderer Züchter – ist die Teilnahme mit Aufwand, Kosten und Mühe verbunden, der Transport für die Tiere mit Stress. Andererseits biete die BraLa eine gute Gelegenheit, sich mit anderen Züchtern auszutauschen und seinen Horizont zu erweitern. Wann kommen schon einmal fast 70 Züchter des Rinderzuchtverbands Berlin-Brandenburg (RBB) zusammen und bringen rund 160 Bullen, Kühe, Färsen, Jungrinder und Kälber mit. Werbung und Anerkennung für die eigene Zucht sind zusätzliche Motivation, sich mit den Tieren auf den Weg zu machen in den Erlebnispark Paaren.

Peter Schollbach freut sich zum Beispiel auf die Bullenschau, zu der er diesmal selbst kein Tier beisteuert. Allein zu sehen, wie die Züchter die eine Tonne und mehr wiegenden Rinder vorführen, sei für ihn als Landwirt hochinteressant. Der Kemmener möchte auch viel mitnehmen von dem, was in den vier Tagen von Christi Himmelfahrt bis zum Sonntag auf dem Programm für die nunmehr 28. Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung steht. Außer Rindern werden auch Pferde, Schweine und Hühner zu sehen sein. Es gibt Fachvorträge zu hören und viel Musik. Landmaschinentechnik wird vorgeführt, Pflanzen und Kräuter zum Verkauf angeboten, es wird gekocht und es werden Kühe gemolken.

Mit vielen Eindrücken, vielleicht auch mit Preisen machen sich Schollbach und die anderen Züchter am Sonntag wieder auf den Heimweg – und die Rinder haben wieder die heimischen Ställe und Weiden für sich.