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| 19:37 Uhr

Raddusch
Slawenburg wird aufgewertet

Die Nachbildung der Wallanlage steht Besuchern seit 15 Jahren offen.
Die Nachbildung der Wallanlage steht Besuchern seit 15 Jahren offen. FOTO: Holger Neumann
Vetschau. 12000 Jahre Geschichte wird Lanzenspitzen, Schalen, Wetzsteine, Götterfiguren und viele weitere Fundstücke, – auf eine Zeitreise durch 12 000 Jahre Geschichte können sich Besucher der Dauerausstellung „Archäologie in der Niederlausitz“ in der Radduscher Slawenburg derzeit begeben. Noch. Denn nach Angaben von Geschäftsführer Ulrich Lagemann wird die Sammlung durch weitere Funde im Tagebaugebiet derart erweitert, dass künftig sogar 135 000 Jahre Geschichte abgebildet werden können. Im kommenden Jahr sollen die ersten Exponate aus dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (BLDAM) in Raddusch eintreffen. 

(dpr/abr) Zu den Lanzenspitzen, Schalen, Wetzsteinen, Götterfiguren und weiteren Fundstücken der Dauerausstellung „Archäologie in der Niederlausitz“ in der Radduscher Slawenburg kommen weitere hinzu. Nach Angaben von Geschäftsführer Ulrich Lagemann wird die Sammlung durch weitere Funde im Tagebaugebiet derart erweitert, dass künftig sogar 135 000 Jahre Geschichte abgebildet werden können. Im kommenden Jahr sollen die ersten Exponate aus dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (BLDAM) in Raddusch eintreffen. 

Dazu allerdings müsse die Dauerausstellung umgestaltet und unter anderem klimatisierte Vitrinen angeschafft werden. Geld dafür, so der Geschäftsführer, gibt es aus dem Leader-Fördermitteltopf. Knapp eine Million Euro stehen zur Verfügung, müssen aber reichen, um noch weitere Aufwertungen zu finanzieren. Noch in diesem Jahr, so Lagemann weiter, werden im Innenhof der Burg zwei Speichergebäude originalgetreu errichtet, von denen eins begehbar sein wird. Außerdem wird eine Burgbaustelle nachgebaut. Sie veranschaulicht, wie die Slawen einst die Wallanlage errichtet haben.

Auch im Außenbereich wollen die Burgbetreiber mehr anbieten. Ein Schautafelpfad erschließt Besuchern den Lebensraum Trockenwiese. Auf 36 Tafeln werden heimische Pflanzen vorgestellt – vom Wiesensalbei über den Hasenklee bis hin zum Bergsandglöckchen. Jeweils in Sichtweite wachsen und blühen all diese Pflanzen. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Allianzversicherung, Nabu-Regionalverband Calau und der Slawenburg.

Innen- und Außenbereich der Burg werden 2018 auch wieder als Veranstaltungsfläche genutzt, das Programm aber ausgeweitet, so Lagemann. Die traditionelle Ostereiersuche erstreckt sich dieses Jahr über zwei Tage. An dem Ostermontag kann zudem mit dem Bogen geschossen oder mit Gabriele Kühnel vom Nabu eine Pflanzenwanderung unternommen werden. Auch schon zum dritten Mal veranstaltet wird am 28. und 29. April das Maifest. Frühmittelalterliches Handwerk wird dann vorgestellt und Musik zu hören sein. Ein Greifvogel zieht wieder seine Kreise über der Burg.

Voraussichtlich am 25. Mai feiert die Slawenburg ihr 15-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wird die neue Sonderausstellung „Erfindung des Traktors in der Steinzeit“ eröffnet. Das Serenaden-Konzert des Vetschauer Musikvereins Ende Juni und ein besonderes kulinarisches Angebot des Slawenburg-Gastronomen Ende Juli stehen weiterhin im Veranstaltungskalender.

Partner bei dem neuen Schautafel-Projekt: Gabriele Kühnel und Bernd Elsner (l.) vom Nabu-Regionalverband Calau, Olaf Henkel von der Allianz-Vertretung in Vetschau, Ulrich Lagemann (2.v.l.) und Gunther Schmidt (2.v.r.) von der Slawenburg und Bürgermeister Bengt Kanzler.
Partner bei dem neuen Schautafel-Projekt: Gabriele Kühnel und Bernd Elsner (l.) vom Nabu-Regionalverband Calau, Olaf Henkel von der Allianz-Vertretung in Vetschau, Ulrich Lagemann (2.v.l.) und Gunther Schmidt (2.v.r.) von der Slawenburg und Bürgermeister Bengt Kanzler. FOTO: Daniel Preikschat / LR