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| 14:15 Uhr

Schützenfest
Salven und Ehrungen vor großem Publikum

Nach dem Festumzug vom Lübbenauer Topfmarkt in den Schlosspark ließ sich die gastgebende Schützengilde Lübbenau ordentlich feiern.
Nach dem Festumzug vom Lübbenauer Topfmarkt in den Schlosspark ließ sich die gastgebende Schützengilde Lübbenau ordentlich feiern. FOTO: Uwe Hegewald
Lübbenau. Schützengilde zu Lübbenau zieht zum Volksfest Aufmerksamkeit auf sich. Von Uwe Hegewald

Marina Kusche konnte ihr Glück auch Tage nach ihrem Erfolg noch nicht so recht fassen. Vor einer Woche schoss sich die Lübbenauerin zum Schützenköniginnen-Titel anno 2018 der Gilde zu Lübbenau. „Ich habe zwei Jahre nicht geschossen und konnte im vorigen Jahr aufgrund einer Verletzung nicht teilnehmen. So gesehen war mit diesem Erfolg nicht zu rechnen“, resümiert sie. Auch sei es das erste Mal, dass sie eine Siegerschärpe tragen darf, freut sich die Schützenkönigin. Bei den Senior-Schützen siegte Klaus Lemke, bei den Junior-Schützen Klaus Schmidt. Gewertet werde immer der Treffer, der sich am dichtesten zum Mittelpunkt des Fadenkreuzes in die Zielscheibe bohrt.

Neben Zielgenauigkeit beweist die Lübbenauer Schützengilde seit Jahren auch Weitsicht. So werden die Ehrungen der Schützenköniginnen und -könige sowie die Auszeichnungen verdienstvoller Vereinsmitglieder nicht im Stillen (Waffen-)Kämmerlein vollzogen, sondern die große Bühne genutzt. Nicht ohne Grund trägt das Spreewald- und Schützenfest den Namen des Hobbys, dem die Freizeitschützen nachgehen.

Von den teilnehmenden Gilden wurden beim Festumzug vom Topfmarkt in den Schlosspark elf Vereinsbanner getragen, darunter das der Schützenbrüderschaft Hornburg, (Niedersachsen) mit der die Lübbenauer enge Kontakte pflegen. Auch bei Reinhard Krieg wird das diesjährige Stelldichein der Gilden noch lange nachhallen. Es war der erste große Auftritt des Lübbenauers in Funktion des Vereinsvorsitzenden. Im Juni ist er auf der Jahreshauptversammlung zum Hauptmann der blauen Kronenkompanie und der grünen Jägerkompanie befördert worden. Vorausgegangen war die Wahl zum Vereinsvorsitzenden im Februar dieses Jahres. Krieg ist Nachfolger von Christian Balke (Ehrenpräsident), der am Samstag den Verdienstorden 3. Klasse entgegennehmen durfte. Rudi Babben erhielt die Traditionsmedaille, was einmal mehr ein Grund war, Ehrungen allen Festbesuchern hörbar zu machen. Den Befehlen „Feuer“ wusste Kommandeur und Moderator Manfred Quinte eine letzte und dringlichere Anordnung hinzuzufügen: „Zum Bier fassen nach hinten weggetreten!“