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| 17:13 Uhr

Promibesuch
Peer Steinbrück kommt zur Lausitzer Lesart nach Lübbenau

Die nächste Lesart im Schloss Lübbenau findet mit Peer Steinbrück statt. Sein neuestes Werk ist nicht unumstritten.
Die nächste Lesart im Schloss Lübbenau findet mit Peer Steinbrück statt. Sein neuestes Werk ist nicht unumstritten. FOTO: Susie Knoll
Lübbenau. Streitbarer Sozialdemokrat und Kanzlerkandidat der SPD präsentiert im April auf dem Schloss die Anmerkungen eines Genossen. Von red/rdh

Peer Steinbrück kommt am 12. April um 19 Uhr in das Schloss Lübbenau. Vorstellen wird er in der Reihe der Lausitzer LesArt „Das Elend der Sozialdemokratie. Anmerkungen eines Genossen“. Karten gibt es telefonisch unter 03542-8730 oder per Mail an info@schloss-luebbenau.de. Der Eintritt kostet zehn, ermäßigt acht Euro. Die Moderation übernimmt Klaus Rost.

Inhaltlich geht es darum, dass die Sozialdemokratie in einer der schwersten Krisen ihrer Geschichte steckt. Bei den letzten Bundestagswahlen musste die SPD eine herbe Schlappe einstecken. Aber fast alle sozialdemokratischen Parteien in Europa sacken in der Wählergunst immer weiter nach unten ab. Was läuft da schief? Peer Steinbrück, streitbarer Sozialdemokrat und Kanzlerkandidat der SPD 2013, sucht in seinen Anmerkungen eines Genossen nach Wegen zu einer erneuerten Sozialdemokratie und nennt mit klarer Kante seine Stichworte: Einhegung des digitalen Kapitalismus, Kampf gegen die wachsende Vermögensungleichheit, Mut zu einer neuen Debatte über Identitätspolitik, Vertiefung der Europäischen Union, mehr Engagement für junge Wähler. Ralf Dahrendorf hat in einem berühmten Aufsatz über das Elend der Sozialdemokratie vor mehr als dreißig Jahren den „dritten Weg“ vorgezeichnet, den Bill Clinton, Tony Blair und Gerhard Schröder dann erfolgreich gingen. Steinbrück entwirft nun eine Agenda für die Sozialdemokratie des 21. Jahrhunderts. Denn in einem sind er und seine Kritiker sich einig: Die Sozialdemokratie wird dringend gebraucht – mehr als je zuvor.

Peer Steinbrück war von 2002 bis 2005 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, von 2005 bis 2009 Bundesfinanzminister in der großen Koalition und wurde 2012 Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl 2013.

Moderator Klaus Rost ist studierter Volkskundler, Politik- und Publizistikwissenschaftler und Journalist. Mitte der neunziger Jahre übernahm er für 17 Jahre die Chefredaktion der „Märkischen Allgemeinen“ in Potsdam.

Die Veranstaltung ist eine Gemeinschaftsproduktion des Brandenburgischen Literaturbüros, des Schlosses Lübbenau, der Konrad-Adenauer Stiftung/Politisches Bildungsforum Brandenburg und der Lausitzer Rundschau.