ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:12 Uhr

„Kulturlandschaft Spreewald“
Mehr Verantwortungfür Landschaftspflege

Mitglieder der Stiftung haben sich am Barzlin an einem ihrer Projekte umgesehen.
Mitglieder der Stiftung haben sich am Barzlin an einem ihrer Projekte umgesehen. FOTO: Bürgerstiftung
Lübbenau. Kuratoriumsmitglieder und Stifter der Bürgerstiftung „Kulturlandschaft Spreewald“ auf Exkursion.

Die Kuratoriumsmitglieder und Stifter der Bürgerstiftung „Kulturlandschaft Spreewald“ haben Bilanz gezogen. Mit einem Jahresumsatz von rund 40 000 Euro, der überwiegend im Bereich der Landschaftspflege erbracht wurde, leistet die Stiftung nicht nur einen gewichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft des Spreewaldes, sondern bietet auch kleineren ortsansässigen Landwirten ein zusätzliches Einkommen.

Im Bericht des Vorstandes wurde darauf verwiesen, dass die Stiftung für mehr als 25 Hektar Kulturlandschaft die landschaftspflegerische Verantwortung trägt. Die Pflegeobjekte reichen von der Streuobstwiese Stradow zwischen Vetschau und Burg über Feuchtwiesen im Raum Lehde – am bekanntesten ist wohl die Wasserschlagswiese am Ortseingang – bis zur Mariengraswiese bei Lübben.

Voraussetzung für die Übernahme dieser und weiterer Pflegeobjekte ist deren gesicherte Finanzierung für mindestens drei Jahre. Eine wichtige Säule sind neben Förderprogrammen, wie dem Vertragsnaturschutz natürlich Spenden und regelmäßige Zuwendungen (bisher nur durch Lübbenau und Lübben). Diesbezüglich war das Jahr 2017 mit rund 35 000 Euro Spenden und Zuwendungen ein erfolgreiches. Sicher hat dazu auch das zehnjährige Jubiläum der Stiftung beigetragen, wie der Stiftungsvorsitzende Holger Bartsch bemerkte. Zugleich musste er für das 1. Halbjahr 2018 einen deutlichen Rückgang beim „Vertrieb“ der Wiesenaktie einräumen – lag der Wert zum gleichen Zeitraum im Vorjahr bei 4900 Euro, so sind es bisher nur 1200 Euro. Auch deshalb hat sich die Stiftung für die Erarbeitung und Umsetzung eines Marketingkonzeptes um Lottomittel des Landes bemüht.

Es ist bereits eine gute Tradition, dass im Rahmen der „Sommersitzung“ von Kuratorium und Stifterversammlung eine Exkursion zu einem Projekt der Stiftung auf dem Programm steht. In diesem Jahr war das Ziel der Barzlin, der nördlich von Lübbenau am Europawanderweg 10 gelegene Talsandhorst, der in der Bronzezeit und frühen Eisenzeit bereits besiedelt und im 18. und 19. Jahrhundert. bewohnt war, wovon noch Reste einer Streuobstwiese zeugen. Die Bürgerstiftung hat diese Fläche seit 2015 in Pacht und bemüht sich seitdem um Pflege und Aufwertung, was wegen der Lage und der eingeschränkten Erreichbarkeit für Technik vor allem in feuchteren Jahren schwierig bis unmöglich ist, wie der Stellvertreter Michael Petschick vor Ort erläuterte.

Bei dieser Gelegenheit konnte die Stiftung auch die neugestaltete Infotafel präsentieren, auf der Besucher auf die Bürgerstiftung als Träger des Projektes hingewiesen werden, aber auch die wichtigsten Fakten zum Barzlin erfährt. Mit seinem Smartphoen kann der Betrachter außerdem einen QR-Code scannen und landet dann auf der Homepage der Bürgerstiftung.