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| 15:40 Uhr

Sanierungsvorhaben und Kommunalpolitik
Freibad Calau wird weiter saniert

Die erste Bauphase des Erlebnisbades in Calau ist abgeschlossen, Phase 2 und 3 sollen nun bald folgen. Die Wasserqualität konnte bereits jetzt deutlich verbessert werden.
Die erste Bauphase des Erlebnisbades in Calau ist abgeschlossen, Phase 2 und 3 sollen nun bald folgen. Die Wasserqualität konnte bereits jetzt deutlich verbessert werden. FOTO: Hofmann Rüdiger / Ingenieurbüro AHS
Calau. Nach Erneuerung der Filter sollen nun Mess-, Regel- und Pumpentechnik modernisiert werden. Von Rüdiger Hofmann

Die technische und energetische Modernisierung des Freibades in Calau schreitet weiter voran. Beim Erlebnisbad stehen nun der zweite und dritte Bauabschnitt bald bevor. Über die erforderlichen technischen Aufwendungen zur schrittweisen Sanierung des Bades hat im Bauausschuss am Dienstagabend Holger Stenzel, geschäftsführender Gesellschafter der AHS Ingenieurgesellschaft mbH aus Falkenberg/Elster, informiert.

Im Frühjahr 2018 konnten nach Aufnahme einer Bestandsanalyse und Machbarkeitsstudie in einer ersten Bauphase die Filtertechnik und die Spüldüsen im Filter saniert und ein Provisorium zur Steuerung der Pumpen für rund 50 000 Euro geschaffen werden. Mit dem Ergebnis, dass die Wasserqualität deutlich verbessert wurde. Das Bad konnte pünktlich zur Freibadsaison im Mai eröffnen. Die Arbeiten waren notwendig geworden, da beispielsweise die Filterspülung und Füllstandsüberwachung nur noch händisch und somit nicht mehr auf dem aktuellsten Stand der Technik möglich waren. Pumpen- und Wassertechnik hatten mehr als 20 Jahre auf dem Buckel. Ersatzteile für den Pumpeneinsatz konnten gar nicht mehr geliefert werden.

Doch nach Beendigung der ersten Phase sind die Arbeiten längst nicht abgeschlossen. „In einer zweiten Bauphase müssen nun die Kleinarmaturen der Wasserkreise sowie die Mess- und Regeltechnik erneuert werden“, sagt Holger Stenzel, der gemeinsam mit der USO Ingenieure Umweltschutz und Strömungstechnik GmbH aus Ostsachsen bisher für die Durchführung der Leistungen beauftragt worden ist. Auch die Schaltschränke sollen im gleichen Atemzug auf den neuesten Stand gebracht werden. Defekte Rohrleitungen würden ausgetauscht werden. Kostenschätzung für Abschnitt 2: rund 126 000 Euro. „Wenn die Freigabe der Gelder erfolgt und die Genehmigungen vorliegen, können wir die Arbeiten mit der Ausschreibung und Vergabe der Leistungen noch Ende 2018 beginnen“, sagt Stenzel. Ausführen könnte man dann die eigentlichen Arbeiten im Frühjahr 2019 noch vor Beginn der Saison - analog zu diesem Jahr.

Dem anschließen soll sich ein dritter Bauabschnitt. „Dazu gehören die Erneuerung der Pumpentechnik und der Dosieranlagen für Chlor, Flockung und den pH-Wert sowie die Komplettierung der Steuerungstechnik“, so Stenzel. Für den dritten Teil der Maßnahmen müssten noch einmal etwa 146 000 Euro aufgewendet werden. Vom Zeitplan her könnten diese Arbeiten dann Anfang 2020 über die Bühne gehen – wieder im Vorfeld der Saison.

In Summe würde das Bauvorhaben demnach 322 000 Euro kosten. „Eine Realisierung der zweiten und dritten Bauphase in einem Ruck im Jahr 2019 wäre sinnvoller, da man dann nur einmal eine Baustelle einrichten müsste“, empfiehlt Stenzel den anwesenden Abgeordneten im Bauausschuss. Zudem würden die Kosten eher noch steigen, je länger sich die Maßnahmen ziehen. Eine endgültige Entscheidung, ob die Gelder im kommenden Haushalt eingestellt werden und das Vorhaben am Stück zu realisieren ist, steht noch aus.

Nette Anekdote am Rande: Da das Spreewelten-Bad derzeit in Lübbenau noch bis September geschlossen ist, plädierte Norwin Märkisch, Vorsitzender des Bauausschusses, dafür, mehr Werbung für das Freibad in Calau zu machen. „Ich bin neulich durch Altdöbern gefahren, die bewerben dort richtig ihr Bad. Und in Calau? Nichts dergleichen“, sagt Märkisch.