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| 16:13 Uhr

Bahnhofsviertelfest
Yvonne Jensen mischt sich ein

Olsenbande-Yvonne alias Sylvia Burza war überraschend zu Gast. Sie betreute zum 9. Bahnhofsviertelfest einen Stand mit Lübbenauer Image-Taschen und eine Strohhut-Leihstelle.
Olsenbande-Yvonne alias Sylvia Burza war überraschend zu Gast. Sie betreute zum 9. Bahnhofsviertelfest einen Stand mit Lübbenauer Image-Taschen und eine Strohhut-Leihstelle. FOTO: Uwe Hegewald
Lübbenau. Weibliche Hauptfigur der Olsenbande ist Überraschungsgast beim Bahnhofsviertelfest. Von Uwe Hegewald

Aufgrund der drückendem Hitze am Wochenende hat Matthias Greupner als temporärer Bahnhofsvorsteher des Lübbenauer Kulturbahnhofs seine Dienst-Sommerjacke im Schrank gelassen. Doch auch ohne Schulterstücke mit dem Dienstrang des Reichsbahn-Oberinspektors, den früher auch Lokomotivführer getragen haben, wusste der Moderator, wo es beim Bahnhofsviertelfest am Samstagnachmittag langgeht.

Wäre da nicht Yvonne Jensen alias Sylvia Burza gewesen, die es ein ums andere Mal verstand, sich gekonnt in Szene zu setzen. „Mit den Männern ist mal wieder gar nichts anzufangen. Egon sitzt wie so oft im Knast und wer weiß, wo sich Benny und Kjeld nur wieder rumtreiben“, polterte sie und warb bei den Gästen um Mitgefühl. Schließlich feiere Sohn Børge demnächst Konfirmation und die müsse ordentlich vorbereitet sein. Um sich ein paar dänische Kronen hinzuzuverdienen, verkaufte Yvonne begehrte Image-Handtaschen und warb fürs 12. Lübbenauer Sommertheater. „Es stimmt, aufgrund des phänomenalen Vorjahreserfolges bringen wir mit der Olsenbande einen zweiten Teil auf die Bühne“, kündigte Sylvia Burza an.

Inzwischen sei der Vorverkauf für die insgesamt 15 Vorstellungen in der Mehrzweckhalle Groß Beuchow angelaufen. „Premiere ist am 13. Juli. Mit einem Freitag dem 13. ein sehr sympathisches Datum“, so Matthias Greupner, der sich dann wieder in der Rolle des Egon Olsen bewähren darf. Sein Part jedoch am Samstag: Moderieren, Infomieren, Bilanzieren.

Seit neun Jahren gibt es das Bahnhofsviertelfest, das aus einem „Tag der offenen Tür“ hervorgegangen ist. „Wir feiern also im kommenden Jahr Jubiläum“, ließ er den Gästen und Mitwirkenden wissen. Viele Wegbegleiter seien vom ersten Mal an dabei oder seit vielen Jahren. Stellvertretend nannte er den Spielmannszug der TSG Lübbenau, die Freiwillige Feuerwehr, die örtlichen Bogenschützen oder die begnadeten Körper von „Bellas Tanzstudio“. Zum zweiten Mal dabei: Lübbenauer Modells im reifen Alter, die fesche Kleidung der AWG-Moden präsentierten und auch sonst einen beweglichen Eindruck hinterließen.

Margot Dvorsky kennt die Gründe: „Bei den Damen handelt es sich um Mitglieder der beiden Tanzgruppen der Arbeiterwohlfahrt und des Roten Kreuzes.“ Gern gebuchte Tanzgruppen, führte sie an und machte das an Auftritten zu Stadtfesten in Calau und Vetschau fest sowie an lokalen Arrangements beim Lindenfest und beim Spreewald- und Schützenfest. Zweifellos haben die Frauen berechtigte Chancen, sich dauerhaft in Programmen des Bahnhofsviertelfestes zu etablieren. Auch Matthias Greupner schloss das nicht aus.

Acht Mal hat der Berufsschauspieler und Entertainer das Fest bereits moderiert. Nur einmal musste er aufgrund der Goldenen Hochzeit seiner Eltern passen. Seine Erklärung, dass sich das Bahnhofsviertelfest auch gegen die großen Festivitäten in den anderen zehn Lübbenauer Vierteln behauptet, ist am Samstag durch Bürgermeister Helmut Wenzel bestätigt worden. Er hob das gemeinsame Wirken am Gleis 3 hervor.

Das gesamte Jahr hindurch bieten Lübbenaubrücke, Kulturhof und Bunte Bühne tolle Programme. Das sei nicht selbstverständlich und daher umso mehr ein Grund, sich heute an dieser Stelle zu bedanken, so das Stadtoberhaupt. Zuvor hatte sich schon Yvonne Jensen alias Sylvia Burza für kollegiale Unterstützung bedankt. Namentlich bei Michael Hensel von der Koordinierungsstelle Gleis 3, der die ersten Flyer für das 12. Lübbenauer Sommertheater entworfen hat. Darauf enthalten die Porträts der Hauptdarsteller und die Termine, an denen die Olsenbande wieder im „Theater im Grünen“ Groß Beuchow zu erleben ist.