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| 18:02 Uhr

Großprojekt
Alte Huttung wird öffentlicher Platz

Zwischen neuem Hotel und ausgebautem Spreeweltenbad soll ein öffentlicher Platz entstehen, die angrenzende Straße Alte Huttung als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen werden.
Zwischen neuem Hotel und ausgebautem Spreeweltenbad soll ein öffentlicher Platz entstehen, die angrenzende Straße Alte Huttung als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen werden. FOTO: LR / Daniel Preikschat
Lübbenau. Lübbenauer Abgeordnete begrüßen den Plan, wollen aber eine Kostenschätzung sehen. Von Daniel Preikschat

Nicht nur der Ausbau des Spreeweltenbads und das daran angeschlossene neue Appartementhotel kosten viel Geld. Nämlich zusammen rund 24 Millionen Euro, wie Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) kürzlich im Stadtforum informierte. Auch zwischen den beiden Gebäudekomplexen, die durch einen Gang in mehreren Metern Höhe miteinander verbunden werden, muss Geld in Planung und Umgestaltung gesteckt werden. Zu der platzartigen Anlage, die geplant ist, soll ein Abschnitt der Straße Alte Huttung gehören. Zwischen Badeingangsbereich und der Zufahrt zum neuen Parkplatz am Hotel soll ein verkehrsberuhigter Bereich entstehen.

Die Frage, die sich den Stadtverordneten Jens Teichert (AWG) und Martin Richter (CDU) dabei stellt, ist: Wie teuer wird dieser verkehrsberuhigte Bereich? 50 000 Euro, sagte Teichert diese Woche im Bauausschuss, werden da wohl kaum reichen. Schließlich könne man ja die Straße in dem Abschnitt nicht einfach so lassen, wie sie ist und nur ein paar Schilder aufstellen.

„Natürlich müssen wir die Straße anfassen“, sagte Bereichsleiter Peter Brandt im Ausschuss, ohne eine Kostenschätzung abgeben zu können. Eine schicke bordsteinlose Gestaltung jedoch mit farbigem Asphalt, die auch Barrierefreiheit gewährleistet, koste ihr Geld. In etwa so wie die Dammstraße soll die Alte Huttung aussehen. Ein Übersichtsplan im Anhang zur Beschlussvorlage über die städtebauliche Entwicklung der Straße Alte Huttung, gab den Abgeordneten eine ungefähre Vorstellung: Zwischen Bad, Hotel und Wohnbebauung sind geschwungene Wege und Grünflächen geplant. An den Straßeneinmündungen weisen fünf Verkehrsschilder auf den verkehrsberuhigten Bereich hin.

Martin Richter begrüßte die Planung, die ja auch schon im März im Ausschuss vorgestellt worden ist. Es gehöre sich aber, die Abgeordneten auch über die Kosten aufzuklären. Auch der Ausschussvorsitzende Siegmar Feldheim (SPD) war dieser Meinung und gab Peter Brandt die entsprechende Hausaufgabe mit auf den Weg. Bis zur nächsten Stadtverordnetenversammlung soll jedoch nicht nur die Kostenschätzung vorliegen. Auch zur Gestaltung des Platzes samt verkehrsberuhigtem Verkehrsbereich soll mehr gesagt werden. Möglicherweise könne man hier auch noch etwas ändern.

Bereits befürwortet wurde im Ausschuss, die Straße Alte Huttung in dem Bereich als verkehrsberuhigten Bereich verkehrsrechtlich ausweisen zu lassen. In der entsprechenden Beschlussvorlage wird auf das erhöhte Fußgängeraufkommen hingewiesen, mit dem aufgrund der touristischen Erschließung zu rechnen ist. Die „Aufenthaltsfunktion“ soll betont werden, der Fahrzeugverkehr sich unterordnen mit Schrittgeschwindigkeit. Kommende Woche befassen sich die Stadtverordneten auch im Hauptausschuss mit der Vorlage. Entschieden wird dann in der Stadtverordnetenversammlung am 4. Juli.

Der öffentliche Vorplatz, ist Badleiter Axel Kopsch sicher, werde das gesamte Quartier deutlich aufwerten. Nicht nur Bad- und Hotelgäste sollen ihn nutzen, so wie auch den neuen Parkplatz an der Alten Huttung.