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| 14:56 Uhr

Fussball
Muntere Partie in Herzberg bleibt ohne Sieger

Landesklasse Süd. Beim 3:3 des VfB gegen Großräschen glänzt Gästespieler Maik Becker als Torjäger. Tabellenführer Schlieben gibt sich beim Absteiger keine Blöße. Von Marco Kloss

Die drei Aufstiegskandidaten gaben sich keine Blöße und führen weiter die Tabelle an. Im Kampf um den Klassenerhalt sammelten Bad Liebenwerda und Brieske/Senftenberg II wichtige Punkte, während der VfB Hohenleipsch II und Altdöbern immer tiefer im Negativtrend stecken.

VfB Hohenleipisch II – SG Eintracht Peitz 0:3 (0:2). Tore: 0:1 Enrico Kadler (33.), 0:2 und 0:3 Robert Brandt (38./67.), SR: Wilhelm Tarnow (Lübben), Z.: 35.

Hohenleipisch bestimmte in einem fairen Spiel die Anfangsphase und versäumte es, die teils klaren Möglichkeiten zu nutzen. Mit der ersten richtigen Chance der Peitzer stand es nach einer halben Stunde plötzlich 0:1 und fünf Minuten darauf war der bisherige Spielverlauf mit dem 0:2-Strafstoß dann völlig auf den Kopf gestellt. Der VfB II bemühte sich in Hälfte zwei, konnte aber nichts mehr reißen. Robert Brandt erhöhte auf 0:3 und die Gäste ließen noch einige gute Tormöglichkeiten aus.

FSV Brieske/Senftenberg II – Spremberger SV 1862 2:1 (0:0). Tore: 1:0 Sebastian Pakolat (54.), 2:0 Alexander Radochla (77.), 2:1 Eric Schiffel (85.), SR: Thomas Baumann (Guteborn), Z.: 27.

Nach einem schlechten Beginn mit zahlreichen guten Möglichkeiten der Gäste kamen die Knappen immer besser in die Partie. Die Offensivbemühungen waren meist nicht zielstrebig genug, so dass es im ersten Abschnitt beim torlosen Remis blieb. Schon vor der Pause merkte man den Gästen Probleme mit der Schwerkraft und losem Mundwerk an, so dass der spielerische Faktor immer mehr nachließ. Nach einem schnellen Konter glückte dann die Heimführung und zahlreiche Aktionen später sollte mit einer A-Jugendaktion von den beiden eingewechselten Nachwuchsspielern die Vorentscheidung glücken. Die Gäste waren weiterhin bemüht, trafen aber nur noch sehenswert per Freistoß zum Anschluss.

VfB Herzberg – SV Großräschen 3:3 (1:2). Tore: 0:1, 0:2 und 2:3 Maik Becker (8./26./64.), 1:2 Godwin Essien (32.), 2:2 Sebastian Scholz (50./Eigentor), 3:3 Marcel Liese (78./Eigentor), SR: Gerd Werner (Finsterwalde), Z.: 120.

Den besseren Start erwischte der SVG, der gleich torgefährlich agierte. Der Lohn war die schnelle Führung in der 8. Minute durch Maik Becker. Obwohl die Platzbesitzer anschließend die dominierende Elf  wurden und vor allem im Mittelfeld deutlich agiler wirkten, blieben die Gäste mit langen Bällen stets gefährlich, und bei etwas mehr Präzision hätten sich hier bessere Chancen ergeben können. Eine davon nutzte dann erneut Maik Becker in der 26. Minute zum 2:0. Die Hausherren blieben dran und drückten nun noch mehr auf das Großräschener Tor. Nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld nahm das Unheil in der 32. Minute seinen Lauf. Essien, bester Mann auf dem Platz und von den Gästen kaum zu stoppen, verkürzte auf 1:2. Mehr ließ der SVG aber bis zur Halbzeit nicht mehr zu. Nach einem Eckball fälschte ein Großrä­schener Spieler den Ball unglücklich zum Ausgleich in das eigene Netz ab. Ab da rechneten eigentlich fast alle damit, dass die Gastgeber die Partie zu ihren Gunsten wenden würden. Einige brenzlige Situationen mussten überstanden werden, dann schlug Torjäger Maik Becker wieder eiskalt zu. Hervorragend frei gespielt, brachte er seine Farben in der 64. Minute zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend erneut in Führung. Der VfB gab sich aber immer noch nicht geschlagen und glich in der 78. Minute abermals aus. Erneut beförderte ein Großräschener Akteur das Streitobjekt über die eigene Torlinie. Auch in der Folgezeit blieb es spannend. Die letzten beiden Möglichkeiten besaßen jedoch die Gäste. Zunächst wurde der freie Laufweg von Raphael Schulz Richtung Herzberger Tor durch eine Abseitsentscheidung aufgehalten, dann kam mit der letzten Aktion des Spiels Phillip Sonntag eine Fußspitze zu spät an den Ball, so dass der Heimkeeper den Ball gerade noch so zu fassen bekam. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Unentschieden zu Buche, mit dem beide Teams durchaus leben können.

FSV Rot-Weiß Luckau – Eintracht Lauchhammer 4:2 (2:1). Tore: 1:0 und 4:2 Maik Peters (5./61.), 1:1 Christian Vogt (34.), 2:1 Tom Mikolajek (38.), 2:2 Eric Hänsel (52.), 3:2 Kevin Uhlig (56.), SR: Norbert Koch (Zernsdorf), Z.: 65.

Nach vier Spielen ohne Niederlage dreht sich die Formkurve der Eintracht aktuell wieder in die negative Richtung. Mit zwei Niederlagen in Folge rutscht man wieder tiefer in den Abstiegskampf und hat in den letzten Spielen noch einige schwere Gegner vor der Brust. Der FSV verbleibt auf Rang fünf und kann die zufriedenstellende Saison in Ruhe zu Ende spielen.

FSV Lauchhammer – TSV Schlieben 0:6 (0:3). Tore: 0:1 Philipp Schneider (15.), 0:2 Maurice Donath (22.), 0:3 und 0:5 Max Drößigk (28./80.), 0:4 Robert Dehne (76.), 0:6 Tim Meusel (90.), SR: Stephan Zimmer (Klein-Loitz), Z.: 33.

Der Favorit gab sich beim Absteiger keine Blöße und sichert sich weiterhin die Tabellenspitze und den Vorsprung auf die Verfolger.

SSV Alemannia Altdöbern – FC Bad Liebenwerda 08 1:3 (0:1). Tore: 0:1 und 0:2 Nicolas Wentzel (23./57.), 1:2 Dennis Ryszeski (59.), 1:3 Enrico Bahr (89.), SR: Silvio Peßolat (Senftenberg), Z.: 58.

In der Partie gegen den Tabellennachbarn aus Bad Liebenwerda musste Altdöbern eine erneute Heimniederlage hinnehmen. Nicolas Wentzel war eine der Schlüsselfiguren und traf doppelt. Der SSV war im Großen und Ganzen die bessere Mannschaft, doch die erneut uneffektive Offensive verhinderte eine bessere Torausbeute.

SV Einheit Drebkau – SG Friedersdorf 0:1 (0:0). Tor: 0:1 Michael Wagner (65.), SR: Oliver Dzewior (Frankfurt(Oder)), Z.: 125.

Mit dem Erfolg bei den abstiegsgefährdeten Einheitskickern hat die SG Friedersdorf nun aktuell zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge und kann langsam die neue Saison planen.

SC Spremberg – SV Döbern 2:1 (1:0). Tore: 1:0 David Gruner (19.), 2:0 Tommy Thiele (46.), 2:1 Arkadiusz Dybka (76.), SR: Stefan Effenberger (Bad Liebenwerda), Z.: 80.