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| 16:10 Uhr

Handball
SC Hoyerswerda feiert den Klassenerhalt

Die Handballerinnen des SC Hoyerswerda freuen sich über den gelungenen Klassenerhalt.
Die Handballerinnen des SC Hoyerswerda freuen sich über den gelungenen Klassenerhalt. FOTO: Werner Müller
Hoyerswerda. Happy End für eine Saison aus Höhen und Tiefen: In letzter Sekunde erreichen die Handballerinen den rettenden Tabellenplatz. Von Charlott Schöps

Die Vorzeichen vor dem letzten Heimspiel der SC-Frauen waren klar: Im Ostsachsen-Derby gegen Koweg Görlitz musste unbedingt ein Sieg her – und der Verbleib in der MHV-Oberliga konnte aus eigener Kraft geschafft werden.

Einzigartig zeigte sich wieder der Zusammenhalt in der SC-Familie. Nachdem in der vergangenen Woche Mandy Sowa einsprang, war es heute Kati Ide, die sich noch einmal in den Dienst von Mannschaft und Verein stellte. Auch Sina Sophie Radegast aus der 2. Frauenmannschaft gebührt aus gleichem Grund Dank.

Die SC-Mädels starteten gut und erspielten sich bis zum 4:3 die ersten Führungen im Spiel. Dabei konnte sich auch sofort die erfahrene Kati Ide mit einem sehenswerten Treffer auszeichnen. In der Folge zeigte sich aber, dass in der Abwehr nicht konsequent genug agiert wurde. Im Angriff taten sich die Gastgeberinnen mit dem sehr harten Abwehrspiel der Koweg-Damen schwer. Folgerichtig zogen die Gäste über die Stationen 5:6; 6:7 und 6:9 davon. Laura Schmidt, mit sechs wichtigen Paraden, hielt den SC aber noch in Schlagdistanz. Und so ging es mit 8:11 in die Halbzeit.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit ging noch einmal ein Ruck durch den SC Hoyerswerda. Die Abwehr stabilisierte sich, taktische Mittel des Trainerteams von René Althaus griffen und die SC-Mädels zeigten, dass sie niemals aufgeben. Vera Apitz übernahm Verantwortung und erzielte bis zum 12:13 drei Tore. Aber auch Sophia Rösler zeigte immer wieder ihre enorme Willensstärke am Kreis und erzielte in dieser Phase einen wichtigen Treffer. Aber kaum war den SC-Frauen der Anschluss gelungen, schlichen sich Fehler ein. Zudem entschärfte die starke gegnerische Torhüterin Bälle mit starken Paraden. So stand es mehr als 15 Minuten vor Schluss 12:16. Trainer René Althaus nahm eine Auszeit und die Mannschaft schwor sich noch einmal ein. Laura Rosemann, die heute wieder lange Zeit in Manndeckung spielen musste, läutete mit ihrem wichtigen 7-Meter-Treffer zum 13:16 die Aufholjagd ein. Den SC-Mädels gelangen gleich vier Treffer in Folge und neun Minuten vor Ende war der Gleichstand zum 16:16 hergestellt.

Doch schnell schlugen die Gäste zurück. Durch zwei Zeitstrafen kam noch einmal viel Aufregung in das hitzige Spiel. Aber wieder war es Vera Apitz, die sich ein Herz fasste und den Anschlusstreffer zum 17:18 erzielte. Drei Minuten vor Schluss war vom 7-Meter-Punkt für Laura Rosemann die Chance zum erneuten Ausgleich da. Sie verwarf, fing den Abpraller und erzielte das umjubelte 18:18. Unter dem frenetischen Beifall der Fans gelang in der letzten Minute abermals Vera Apitz der Treffer zum 19:18. In vielen Augen konnte man nun Freudentränen erkennen.

Mit dem Sieg wurde in letzter Sekunde der rettende achte Tabellenplatz erreicht. Eine Saison voller Hochs und Tiefs mit einem arg gebeutelten Kader hatte ein kaum erwartetes Happy End bekommen.