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| 18:00 Uhr

Fussball
Neustadt steht vor einem Endspiel

Fußball-Landesklasse. Nach dem 6:3 in Crostwitz kommt am letzten Spieltag der Landesklassen-Spitzenreiter. Von Werner Müller

SG Crostwitz 1981 – LSV Neustadt/Spree 3:6 (0:4) Tore: 0:1 (Kanu) Ednelson De Souza Barros (21.); 0:2 Kanu (Strafstoßtor/28.); 0:3 Miguel Pereira Rodrigues (39.); 0:4 David Schmidt (41.); 1:4 Maximilian Gärtner (48.); 1:5 K. Kazadi-Leonowicz (55.); 2:5 Josef Nemec (64.); 3:5 Tom Hentschel (71.); 3:6 Miguel Pereira Rodrigues (73.; SR: Ludwig Diener; Zuschauer: 65. Neustadt: M. Mikolajczuk, Damian Paszlinski, David Schmidt, Michal Gamla, Carsten Schneider, (Kanu) Ednelson De Souza Barros, Miguel Pereira Rodrigues (87. Paulo Ricardo Rocha), Silvio Liebe, Stanley Antkewitz (65. Martin Fallant), Sergii Dolbin (73. Tobias Lohr), K. Kazadi-Leonowicz.

Von Anfang an übernahmen die Gäste die Initiative, dominierten die Begegnung und waren auch spielerisch überlegen. Nach einer 4:0-Führung wurden die Neustädter in den letzten vier Minuten vor der Pause etwas fahrlässig. Crostwitz wollte sich aber nicht geschlagen geben und kam kurz nach Wiederanpfiff zum 1:4. Neustadt ließ sich nicht schocken. In der 55. Minute stellte K. Kazadi-Leonowicz mit dem 1:5 den alten Abstand wieder her. Als Neustadt zu passiv wurde und nicht mehr so konsequent attackierte, kam Crostwitz besser ins Spiel. In der 71. Minute traf Tom Hentschel zum 3:5-Anschlusstreffer. Nun bekam das Spiel wieder neuen Auftrieb. Miguel Pereira Rodrigues konnte nach einem Konter in der 73. Minute mit dem 3:6 die endgültige Entscheidung erzwingen. Nun geht es am kommenden Samstag um ein echtes Landesklassen-Finale, wenn in Neustadt beim Heimspiel der LSV Neustadt/Spree und FSV 1990 Neusalza-Spremberg aufeinandertreffen.

„Ein verdienter Sieg. In der ersten Halbzeit haben wir richtig gut gespielt, obwohl mir so ein bisschen die Spannung gefehlt hat. In der zweiten Halbzeit war das Ergebnis mangelnder Einstellung ein wenig in Gefahr“, so Carsten Schneider. „Wir haben das Spiel zurecht gewonnen, durch den Druck, den wir immer wieder gezielt auf Crostwitz ausüben konnten“, erklärte Martin Fallant.
FSV 1990 Neusalza-Spremberg – SV Zeißig 6:1 (2:1) Tore: 0:1 Andreas Kober (17.); 1:1 Pavel Bursa (19.); 2:1 Lukas Bouska (45+1.); 3:1 Lukas Klima (48.); 4:1 Paul Kant (56.); 5:1 Anton Stehr (64.); 6:1 Robert Scheffler (85.); SR: Uwe Schultz; Zuschauer: 80; Zeißig: Robin Marquard, Nico Helm, Tony Bach, Andreas Kober, Rene Guroll (80. Ron Schuster), Denny Görner, Tom Tschierske (59. Eric Lischke), Marc-Bruno Laser (70. Sebastian Müller), Rostam Geso, Felix Döhl, Christopher Franke.

Andreas Kober brachte mit dem 0:1 die Gäste vom SV Zeißig in der 17. Minute durchaus überraschend in Führung. Anschließend versuchten die Männer vom SV Zeißig, gegen den Ligaprimus ordentlich gegenzuhalten. Pavel Burda schoss allerdings schon in der 19. Minute den 1:1-Ausgleich und Lukas Bouska in der letzten Sekunde der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den 2:1-Führungstreffer für den Gastgeber. In der zweiten Halbzeit war plötzlich die Zeißiger Mannschaft nicht mehr so aufmerksam bei der Sache. In der 48. Minute markierte Lukas Klima das 3:1. Paul Kant erhöhte auf 4:1 (56.). Anton Stehr gelang in der 64. Minute das 5:1, Robert Scheffler beendete in der 85. Minute mit dem 6:1 das Schützenfest für den FSV 1990 Neusalza-Spremberg. „Das war heute eine richtig schlimme Niederlage“, erklärte Marc-Bruno Laser. „In den ersten 45 Minuten haben wir überragend gespielt. Es war zuerst nicht deutlich erkennbar, dass wir gegen den Spitzenreiter spielen.“ Sein Team habe alles gegeben und sich so richtig gegen den hohen Favoriten gestemmt. „Alles, was wir vom Trainer auf den Weg mitbekommen haben, das haben wir gut umgesetzt.“ Allerdings bemängelte Laser die eigene schlechte Chancenverwertung der Gäste. Nach der Führung habe man im Gegenzug unglücklich das 1:1 nach einem Freistoß kassiert. Dann folgte in der 45. das 2:1. In der zweiten Halbzeit fing es an zu regnen. „Wir stellten das Spielen ein und brachen total ein bis zum 1:6. Kollektives Versagens in Halbzeit zwei führte zu dieser hohen Niederlage“, so Marc-Bruno Laser. „Wir haben eine desolate zweite Halbzeit gespielt und somit die richtig gute Chance verspielt, Neusalza zu ärgern. Wir zeigten eine starke erste Halbzeit, die mit deutlich mehr Toren für uns hätte enden müssen. Die Gastgeber von Neusalza waren einfach abgebrühter und haben ihre Chancen auch in Tore umgemünzt“, so Kapitän Tony Bach. „In der ersten Halbzeit hat die Mannschaft das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten Chancen für eine klarere Führung. Der Rückstand war unsere eigene Dummheit. So kann man von hinten heraus nicht spielen. Was wir nach der Pause abgeliefert haben, war nur eine einzige große Enttäuschung und eine unterirdische Vorstellung. Jeder muss sich hinterfragen“, so Trainer Stefan Hoßmang.