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| 16:49 Uhr

Radsport
Kampf gegen die Uhr auf regennasser Strecke

Vorsicht war angesagt, der Regen hatte die Strecke in eine gefährliche Piste verwandelt.
Vorsicht war angesagt, der Regen hatte die Strecke in eine gefährliche Piste verwandelt. FOTO: Werner Müller
Hoyerswerda. Am Scheibesee haben die Fahrer mit Regen und Wind zu kämpfen. Stadtmeister wird Jonas Zschornack vom SSV Hoyerswerda. Von Werner Müller

Am Scheibesee bei Hoyerswerda wurden die 19. offene Kreismeisterschaft des Landkeises Bautzen und die 13. Stadtmeisterschaft im Einzelzeitfahren auf 13,5 Kilometer ausgefahren. Am Start waren trotz Regenwetters 43 Radsportler der verschiedenen Altersklassen. Die größte Mannschaft stellte Hoyerswerda mit 13 Sportlern. Acht Akteure schickte der RSV Bautzen.

„Vielen Dank für einen tollen Wettkampf. Auch Regen kann uns nicht stoppen. Danke für eure Disziplin, es hat uns sehr viel Spaß gemacht“, sagte Mitorganisator Rocco Schäfer nach dem Wettkampf, an die Sportler gerichtet.

Fast alle Akteure meisterten trotz schwieriger Bedingungen den Kurs. Christian Hartmann vom SSV Hoyerswerda hatte Pech, als er auf der regennassen Straße über einen Ast stürzte und vorzeitig das Zeitfahren beenden musste.

Die Stimmung war trotz der etwas widrigen Umstände gut bei der Sportlerfamilie. Aber auf dem Kurs musste doch etwas zurückhaltender agiert werden, gerade in den Kurven nahmen die Fahrer deutlich Tempo raus. Aus diesem Grunde konnten die erhofften hohen Geschwindigkeiten nicht erreicht werden.

So hatte vor zwei Jahren Christian Müller,  Weltmeister im Jedermann-Straßenrennen 2015 und Vize-Weltmeister im Einzelzeitfahren 2015, bei seinem Trainingslauf einen Streckenrekord mit 48,60 km/h aufgestellt. Für die 13,5 Kilometer benötigte er 16:10 Minuten. Der schnellste Akteur in diesem Jahr war Jens Bunar vom RTSV Peitz in 17:59 Minuten, gefolgt von Christian Thomschke vom SG Oberlichtenau in 18:21 Minuten und Andreas Berg vom Team Issaac Torgau in 18:45 Minuten. Hoyerswerdaer Stadtmeister wurde Jonas Zschornack, der nach 19:58 Minuten das Ziel erreichte.

Die teilnehmenden 43 Sportler waren am Ende trotz der widrigen Umstände begeistert und bedankten sich bei den Organisatoren Andre Karg und Rocco Schäfer vom Sportclub Hoyerswerda. Die Veranstaltung wird von Jahr zu Jahr professioneller. Aus einem kleinen Treffen von Radsportlern des SC Hoyerswerda ist inzwischen eine wichtige Veranstaltung geworden, die zum festen Termin im Jahreskalender gehört, wie Andre Karg am Rande der Veranstaltung erzählte

Robert Lüderitz vom PT Harzbecker aus Lauta fuhr beim Einzelzeitfahren die Strecke in 18:06 Minuten und wurde Zweiter seiner AK M 19-29. Erster wurde Roland Ludwig vom SSV Heidenbau in 17:19 Minuten. Reiner Neumann vom BSV Chemie Tschernitz bei Weißwasser erklärte:  „Ich hatte die erste Hälfte mit Rückenwind Geschwindigkeiten von gut 50 km/h drauf. Auf der Strecke lagen sehr viele kleine Äste. Da war Vorsicht geboten.“ In seiner Altersklasse M 50-59 kam er nach 19:15 Minuten als Zweiter ins Ziel.

Jürgen Scadock (Jahrgang 46) vom Team Sparkasse Cervalo war der älteste Teilnehmer. Er benötigte für die Strecke 24:00 Minuten. „Ich bin das zehnte Mal dabei. Unter den Bedingungen, die wir heute hatten, rast man als 72-Jähriger nicht, da muss man sich schon ein wenig zurücknehmen.“

Kreismeister der offenen Kreismeisterschaft wurden die schnellsten jeder Altersklasse. Hier die Übersicht: M10 Ben Lottra (SC Hoyerswerda) 33:17 Minuten, M11-12 Colin Thomschke (SG Oberlichtenau) 24:11 Minuten, M 13-14 Dennis Schulze (Hoyerswerda) 23:52 Minuten, M 15-16 Alexander Pruskin (SC Hoyerswerda) 20:20, W 20-60 Aniko Thomschke 22:37 Minuten, M19-29 Roland Ludwig (SSCV Heidenau) 17:19 Minuten, M 30 -49 Jens Bunar (RSV Peitz) 17:59 Minuten, M50-59 Michael Arnswald (Die Fahradkette) 18:38 Minuten, M 60-69 Wolfgang Wittchen (SV Kloster Lehnin), M 70-90 Reiner Wünsche (RK Endspurt 09 Cottbus).

Hoffnungsvoller Nachwuchs: Philipp Kopusch und Ben Lotra aus Hoyerswerda.
Hoffnungsvoller Nachwuchs: Philipp Kopusch und Ben Lotra aus Hoyerswerda. FOTO: Werner Müller