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| 17:51 Uhr

Fussball
Hoyerswerda soll wieder DFB-Stützpunkt werden

Gojko Sinde, Geschäftsführer des Westlausitzer Fußballverbandes
Gojko Sinde, Geschäftsführer des Westlausitzer Fußballverbandes FOTO: Werner Müller
Hoyerswerda. Neben Bautzen und Kamenz ist ein dritter Standort für eine gezielte Förderung von Fußballtalenten geplant. Von Werner Müller

90 Vereine mit rund 11 500 Mitgliedern aller Altersklassen sind im Landkreis Bautzen im Westlausitzer Fußballverband (WFV) organisiert. Die Hälfte der Mitglieder sind unter 19 Jahre. So genießen altersgerechte Angebote für Vorschulkinder, Kinder und Jugendliche besondere Priorität, verrät WFV-Geschäftsführer Gojko Sinde.

Einmal im Jahr im März treffen sich die Jugendleiter aus dem Verbandsgebiet. Was waren in diesem Jahr die wichtigen Themen?

Sinde: Die jährliche Jugendleitertagung dient dazu, das aktuelle Geschehen, unter anderem die Hallenmeisterschaften, die gerade mit 50 Turnieren abgeschlossen wurden, aber auch die laufende Saison der Meisterschaften und Pokalwettbewerbe auszuwerten. Thema war zum Beispiel in diesem Jahr, dass sich der Spielbetrieb der „Fair Play Liga“ bei den F-Junioren weiterhin bewährt hat. Dabei hat sich gezeigt, dass Vereine mit E-Juniorenmannschaften sich teils auch das Fair-Play-System (Kinder entscheiden ohne Schiedsrichter selbst, Eltern müssen Abstand zum Spielfeld halten - d. Red.) wünschen. Vereine deren E-Junioren in der Kreisoberliga spielen, wünschen sich hingegen, dass sie wieder auf dem gesamten Halbfeld spielen. Bei den Großfeldmannschaften wurde auf Grund der demografischen Entwicklung gemeinsam festgelegt, dass die Mannschaften 9 gegen 9 spielen können. So wird es wieder möglich sein, dass alle Vereine A-, B- und C-Juniorenmannschaften für den Spielbetrieb auf verkleinertem Großfeld melden können. Gerade im Nachwuchs ist es wichtig, dass der Spielbetrieb im Sinne der Vereine und entsprechend der Mitgliedszahlen der Kinder sowie Jugendlichen strukturiert und organisiert wird.

Eine wichtige Säule sind die DFB-Stützpunkte. Wie ist dort die Situation?

Sinde: Aktuell haben wir zwei DFB-Stützpunkte in Bautzen und Kamenz. In Hoyerswerda gibt es zurzeit aus verbandsinternen Gründen des SFV keinen DFB-Stützpunkt. Diese Gründe wurden ausgeräumt. Ich hoffe, dass es künftig auch wieder Stützpunkttraining in der Region Hoyerswerda gibt. Derzeit laufen Überlegungen dazu. Trainer, Standort, Partnerverein – alles wird demnächst überdacht und diskutiert. Durch die hervorragende Nachwuchsarbeit der Vereine und der DFB-Stützpunkte konnten sieben Kinder im Januar die Einschulungsempfehlungen zu sächsischen Sportschulen zugestellt werden. Darunter ein Mädchen, das über den Weg von Schwepnitz zu Einheit Kamenz kam und jetzt nach Leipzig delegiert wurde. Für sie alle beginnt im Sommer ein spannender Lebensabschnitt im jungen Alter. Ein weiteres Standbein unserer Talentförderung sind die Kreisauswahlen der D- und C-Junioren.

Was sind die nächsten Höhepunkte des WFV?

Sinde: Zuerst sind es natürlich Ende Juni unser Sparkassenpokal-Wochenende in Deutschbaselitz, sowie das 8. Ewag Kamenz-Ferienfußballcamp ab dem 14. Juli. Außerdem seien da die Ehrungsveranstaltung zum „Verein des Jahres“, ein Besuch des DFB-Präsidenten beim SC 1911 Großröhrsdorf im April, der Landestalenttag des SFV, den wir am 23. Juni nach Kamenz holen konnten, die Saisoneröffnungstagung am 17.August. und natürlich unser Verbandstag am 21. September genannt. Hinzu kommen Kreisauswahlturniere, zahlreiche Fortbildungen und sicher noch einige Veranstaltungen, für die wir nach Unterstützung und Mitarbeit angefragt werden.

Mit Gojko Sinde
sprach Werner Müller