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Herzberg.
Hausärztin ab Januar im MVZ

Das offizielle Eröffnungsfoto für das Medizinische Versorgungszentrum Herzberg: Günter Kranke, Roland Neubert, Dr. Stephanie Zaussinger, Stefanie Frank, Dr. Birgit Kittel, Michael Neugebauer und Michael Oecknigk (v.l.).
Das offizielle Eröffnungsfoto für das Medizinische Versorgungszentrum Herzberg: Günter Kranke, Roland Neubert, Dr. Stephanie Zaussinger, Stefanie Frank, Dr. Birgit Kittel, Michael Neugebauer und Michael Oecknigk (v.l.). FOTO: Rudow / LR
Herzberg.. Das Medizinische Versorgungszentrum in Herzberg wurde am Mittwoch offiziell eingeweiht. Von Birgit Rudow

Seit April ist es schon in Betrieb, das Medizinische Versorgungszentrum am Markt in Herzberg. Doch für eine kleine Eröffnungsfeier war einfach noch keine Zeit. Die wurde am Mittwoch nachgeholt, sozusagen als Nikolausgeschenk. „Da hat Herzberg schön was in den Stiefel bekommen“, meinte Bürgermeister Michael Oecknigk. Einen Anteil daran hat er selbst. Denn gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Gabi Lang hat er den Geschäftsführer der Elbe-Elster-Klinik GmbH Michael Neugebauer immer wieder bedrängt: Herzberg braucht ein MVZ. „Was Falkenberg hat, das wollen und können wir auch“, war sein Antrieb. Er habe den Herzberger Bürgermeister aber erst bremsen müssen, weil im Raum Herzberg alle Haus- und Facharztstellen besetzt waren, so Michael Neugebauer.

Doch dann ergab sich die Möglichkeit, und das Klinikum begab sich gemeinsam mit der Stadt auf Immobiliensuche. Die alte Bibliothek in zentraler Lage bot sich als Standort an. Hierher wollte die Agentur für Arbeit eigentlich mal umziehen, hat es dann aber sein lassen. „Gut, dass das nicht geworden ist“, meinte Michael Oecknigk am Mittwoch. Denn so konnte der Umbau für das MVZ vorbereitet werden. Das Gebäude gehört der Wohnungsbaugesellschaft Herzberg. Die hat, einschließlich der Wohnungen im Dachgeschoss, etwa eine Million Euro in das Gebäude gesteckt, dessen Sanierung nicht einfach war. Und so galt der Dank am Mittwoch auch mehrmals der WBG-Chefin Sabine Endemann und dem Projektleiter des Klinikums Uwe Schrader für deren Engagement.

Das Klinikum hat laut Geschäftsführer etwa 230 000 Euro in das MVZ Herzberg investiert für Möbel, medizinische Geräte, EDV-Technik und Software oder Schallschutz. Die Leiterin des MVZ Dr. Stephanie Zaussinger und das gesamte Team hätten mit viel Herz an dem Projekt mitgearbeitet und eine eigene Note in die Gestaltung der Praxen gebracht, so Michael Neugebauer.

Seit April haben die beiden Gynäkologen Dr. Zaussinger und Dipl. med. Günter Kranke ihre Praxis im MVZ. Einmal in der Woche hält die Rheumatologin Dr. Birgit Kittel hier ihre Sprechstunde ab. Stephanie Zaussinger lobte besonders die unbürokratische Kooperation mit dem Herzberger Rathaus und vor allem mit Gabi Lang. „Das MVZ ist ein richtiges Schmuckstück geworden. Die Ärzte und ihre Schwesternteams arbeiten sehr gut zusammen“, so die Ärztin. Das erhoffe sie sich künftig auch von ihrer Kollegin Stefanie Frank.

Noch steht die erste Etage im MVZ in Herzberg leer. Zum neuen Jahr soll sich das aber ändern. Denn dann nimmt die Fachärztin für Innere Medizin und Hausärztin Stefanie Frank ihre Arbeit in dem Haus auf. Ihre Sprechstunden stehen schon mit auf dem Ärzteschild neben dem Eingang.

Roland Neumann, zweiter Beigeordneter des Landrates und zuständig für den Gesundheitsbereich im Landkreis, hat am Mittwoch das gute Miteinander der Kommunen und der Ärzte in der Region  hervorgehoben, ohne die ein Projekt wie ein Medizinisches Versorgungszentrum nicht möglich wäre, sagte er. Für den Landkreis als Träger des Elbe-Elster-Klinikums sei es eigentlich nicht selbstverständlich, sich um die ambulante Versorgung der Bürger zu kümmern. Der Kreis habe mit der Gründung der MVZ GmbH als „Hülle“ für die Medizinischen Versorgungszentren aber die Voraussetzung für diese Ankerpunkte der ambulanten Versorgung in Elbe-Elster geschaffen. Mittlerweile verantworte die MVZ GmbH mehr als 20 Arztsitze, die auch in der Fläche verbleiben, wie in Sallgast, Großthiemig oder Falkenberg, so Roland Neumann.

Dieses Schild informiert die Patienten jetzt am MVZ Herzberg.
Dieses Schild informiert die Patienten jetzt am MVZ Herzberg. FOTO: Rudow / LR