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ÖPNV
Die 551 wird zum Sängerstadt-Bus

Holger Dehnert, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Bürgermeister Jörg Gampe, Veit Klaue, Peter Hans, Mario Vogel (v.r.) stellen den SängerStadt-Bus, früher Stadtlinie 551, vor.
Holger Dehnert, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Bürgermeister Jörg Gampe, Veit Klaue, Peter Hans, Mario Vogel (v.r.) stellen den SängerStadt-Bus, früher Stadtlinie 551, vor. FOTO: Heike Lehmann
Finsterwalde . Neuer Name, neue Haltestellen, höhere Frequenz – der öffentliche Nahverkehr in Finsterwalde wird dichter. Eine neue Sängerstadtlinie verbessert das Angebot. Von Heike Lehmann

Jetzt, wo die Berliner Straße, Finsterwaldes Haupteinkaufsstraße, nach langer Bauzeit wieder für den Verkehr freigegeben ist, soll auch der Bus wieder durch das Zentrum rollen. Vor allem ältere Einwohner wird das freuen. Die Buslinie 551 nutzt ab dem kleinen Fahrplanwechsel am Sonntag, 10. Dezember, wieder ihre angestammte Linienführung über die Haltestellen Finsterwalde Markt und Berliner Straße. Das hat der Geschäftsführer der Verkehrsmanagement Elbe-Elster GmbH, Holger Dehnert, am Mittwoch bekanntgegeben. Ab Sonntag heißt die Linie 551 dann „SängerStadtBUS 551“.

Holger Dehnert betont: „Die Erreichbarkeit und das Erlebnis eines städtischen Raumes gehen einher mit der Bewegungsfreiheit der Menschen. Wir wollen als Mobilitätsdienstleister mit dem Sängerstadt-Bus 551 bei den Bürgern Teil des Alltags werden.“ Die schöne neue Berliner Straße präge das Gesicht der Stadt – der Bus soll Teil davon werden, wünscht sich Dehnert. Immerhin 50 000 Fahrgäste werden auf der Linie 551 jährlich befördert und das auf insgesamt 60 000 Fahrkilometern. Auch Bürgermeister Jörg Gampe hofft, dass die Einwohner den Bus nutzen, „um in der Stadt zu schlendern, Kaffee zu trinken und gleichzeitig zu wissen, dass sie wieder nach Hause kommen können“. Die zentrale Achse Südpassage – Markt – Berliner Straße – Bahnhof wird tagsüber halbstündlich bedient.

Im neuen Fahrplankonzept ist die während der Bauzeit seit April 2016 ersatzweise bediente und gut angenommene Haltestelle in der Langen Straße weiterhin enthalten. Neu ist die Haltestelle Am langen Hacken in der Nähe der Senioren-Begegnungsstätte.

Im Norden der Stadt wird die Linienführung leicht angepasst und die Fahrtrichtung umgekehrt. Die Busse bedienen die Haltestellen Schule-Nord, Waldfrieden und Bieger-Sportplatz statt aller zwei Stunden dann stündlich. Die Haltestelle Fritz-Reuter-Straße entfällt. Die Haltestelle Sportplatz Nord wird in Bieger-Sportplatz umbenannt. RUNDSCHAU-Leserin Christa Lortz gab in dieser Woche zu bedenken, dass bei geänderter Fahrtrichtung der Ein- und Ausstieg „auf pampigem Grund“ für Ältere und Gehbehinderte beschwerlich werde und auch die Kinder der Grundschule Nord die Straße queren müssten, um zum Bus zu gelangen. Dazu Jens Endler, Leiter Bereich Verkehr, und Bürgermeister Gampe: „Momentan ist ein Kind in der Schule angemeldet, das den Bus nutzt. Hier besteht auch Aufsichtspflicht seitens der Schule. Dafür können künftig die Senioren auf der Seite des Seniorenheims einsteigen.“ Weitere Haltestellen würden 2018 barrierefrei umgebaut, heißt es im Bauamt.

Die Busfahrt bleibe preiswert, so Dehnert. Ein Einzelfahrschein für Fahrten innerhalb von Finsterwalde kostet 1,50 Euro, ermäßigt 1,20 Euro, die Tageskarte gibt es für 3 Euro, ermäßigt 2,40 Euro.

Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski verweist auf den hohen Stellenwert des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für die Standortentwicklung des Landkreises Elbe-Elster: „Die Gewährleistung der Mobilität für die Bevölkerung ist eines der zentralen Themen in unserer Kreisentwicklungskonzeption. Wir haben im Nahverkehrsplan Elbe-Elster bis 2025 klare Anforderungen definiert. Angebotsverbesserungen wie mit dem Sängerstadt-Bus 551 sind wichtige Ergebnisse.“

Weitere Änderungen gibt es ab 10. Dezember auf den Linien 558 und 579. Bei beiden Linien werden Anpassungen an leicht veränderte Fahrzeiten der Bahn vorgenommen – nicht zuletzt wegen des Schulbusverkehrs. Die Linie 558 Finsterwalde – Lichterfeld – Sallgast –Wormlage wird künftig deutlich besser auf die Fahrzeiten der Bahn ausgerichtet, um unter anderem das Besucherbergwerk F 60 in Lichterfeld mit öffentlichen Verkehrsmitteln besser erreichbar zu machen.

Die Verkehrsmanagement Elbe-Elster GmbH will Menschen in die Stadt bringen.
Die Verkehrsmanagement Elbe-Elster GmbH will Menschen in die Stadt bringen. FOTO: Heike Lehmann