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| 19:24 Uhr

Preisverleihung in Branitz
Junge Sicht aufs Pückler-Erbe

Cottbus. Verein zeichnet die besten Arbeiten eines Seminarkurses am Evangelischen Gymnasium aus. Von Ulrike Elsner

Wenn sich der Verein „Fürst Pückler in Branitz“ am Donnerstag zu seiner nächsten öffentlichen Mitgliederversammlung trifft, dann aller Voraussicht nach in einer erfrischend jungen Runde. Anlass sei der erfolgreiche Abschluss des wissenschaftspropädeutischen Seminarkurses am Evangelischen Gymnasium Cottbus, teilt der Vereinsvorsitzende Bernhard Neisener mit. Was für ein Zungenbrecher! Doch hinter dem etwas gestelzten Fachbegriff Wissenschaftspropädeutik steckt nichts anderes als Einführung in die Sprache und Methodik einer Wissenschaft, die Vorbereitung auf wissenschaftliches Arbeiten also.

Jede Methode braucht einen Inhalt. Und was könnte sich in Cottbus besser für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung eignen als das Wirken des Fürsten Pückler und sein Erbe in Branitz? Über anderthalb Jahre hat  sich der Seminarkurs Geschichte mit dem Thema beschäftigt. Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz hat den Kurs fachlich begleitet, der Verein „Fürst Pückler in Branitz“ hat  zwei Schülerpreise ausgelobt, und die Sparkasse Spree-Neiße hat das Projekt finanziell gefördert.

Jetzt ist dieser Kurs abgeschlossen, drei Seminararbeiten wurden von der Schule zur Preisverleihung vorgeschlagen. Am Donnerstag sollen zwei Preise vergeben werden, der 1. Preis mit 300 Euro, der 2. Preis mit 150 Euro dotiert. Noch ist die Entscheidung, getroffen von einer dreiköpfigen Jury aus  Vertretern von Verein, Stiftung und Gymnasium, geheim. Sie wird erst am Donnerstag verkündet. Dann haben auch die Autorinnen Gelegenheit, ihre Arbeiten kurz vorzustellen. Die Gäste dürfen gespannt sein, auf welchen Wegen sich die Abiturienten dem Grünen Fürsten nähern und welche Ideen sie entwickeln.

 „Mit Greta Grünings Seminararbeit ,Pückler im Orient’, Sarah Jahns ,Pückler und die Liebe zum musikalischen Detail’ und ,Der grüne Fürst auf der grünen Insel’ von MareikeMarwitz hatte die Jury die Qual der Wahl“, konstatiert Bernhard Neisener. Der Vereinsvorsitzende bescheinigt den Schülerinnen, neue Wege gegangen zu sein und innovative Ansätze gefunden zu haben. Eine Schülerin habe sogar einen QR-Code für eine Exkursion durch den Park vorgeschlagen.

„Das Gymnasium würde die Zusammenarbeit gern fortsetzen“, berichtet Bernhard Neisener. Auch der Verein halte an dem interessanten und innovativen Vorhaben fest. Das gelte auch für die Stiftung. Die Partner in Branitz hätten bereits signalisiert, sich stärker einzubringen, um die Methodik weiter zu entwickeln. So sollten der Arbeit im Archiv oder der Form des Interviews mehr Raum gewidmet werden.